Nicht sooooo lange her, dass wir belehrt wurden: “”Pussy” ist homophobes Unwort und damit Basta.” Was wohl, bei allem Respekt, Pussy Riot dazu zu sagen haben? Oder Pussy Empire Recordings? Aber lassen wir die Haarspalterei. Unser (unter anderem) Lieblingslabel aus Hamburg kam am 1. März mit Katriana um die Menschenrechtsecke. “Aber klar doch” verliert dabei schon nach wenigen demonstrativen Schritten jede Hoffnung. Liebe ist doof, halt die Fresse mit deinen blöden Tipps und sowieso will ich in den Arm. Vom Ex gebeutelt, von der Welt verlassen, aber schon im folgenden Titelstück wie Phönix aus dem Arschtritt auferstanden.
PoesiePopChansons sind das größtenteils, das nur für alle, die hier Schubladen benötigen, um zu verstehen. Die richtigen Nuancen zwischen den Zeilen setzen Cello und Posaune, die erzählten Geschichten scheinen auf den alltäglichen Wegen einfach herumgelegen zu haben. Am Ende loopt und läuft “Aber klar doch” sogar glatt noch rückwärts. Aber das ist dann schon wieder eine ganz andere Geschichte. 27. März | Nachtasyl. (kel)