
Verpasst. Verdammt. Hätte man sich mal ansehen sollen. Im Mai spielten Heyrocco in der Astra Stube und wenn man sich jetzt ihr Album anhört, wäre man da besser hingegangen. Weil dieses Album so unglaublich gut ist. Also wirklich, wirklich, wirklich richtig unglaublich gut.
Heyrocco sind die drei Herren Nathan Jake Merli (Gitarre und Gesang), Chris Cool (Bass) und Tanner “Taco” Cooper (Schlagzeug) aus Charleston, South Carolina – und die sehen gar nicht so aus, wie sie klingen. Sie sehen viel jünger aus.
Der “Teenage Movie Soundtrack” dagegen klingt alt. Relativ. Nach den 1990er Jahren, nach Grunge, Indie, Alternative. Oder in Namen: Nirvana, Pavement, Lemonheads, ganz viel Walter Schreifels. In gut, in gekonnt und in echt.
Lieder wie das fuzzig-poppige und dabei herrlich kitschige “Alison”, das schroff-schöne “Loser Denial” oder auch “Jake Miller’s House Party” sind echt, sind richtig. Und die Band ist es auch, die Band zieht ihr Ding hier konsequent durch. Siehe “Mom Jeans“, siehe “Elsewhere“.
Hängengeblieben könnte man sagen. Oder einfach unglaublich gut. Also wirklich, wirklich, wirklich richtig unglaublich gut. Und wir haben sie verpasst. Was ein Scheiß! (mf)
