Wenn Blackbird & Spenser ihr erstes Album ”Home In The Sky” nennen, kann das Coverartwork eigentlich nicht frei von fliegenden Federn bleiben, die Facebook-Seite nicht ohne Harmonie, Wärme, Geborgenheit und einem zurückliegenden Konzert in der Hasenschaukel. Auch für ein flockig folkiges Bullshitbingo fänden sich im ausgesprochen wertig gestalteten Booklet noch ausreichend Fliehkräfte zwischen Gitarre, Glockenspielereien und minütlich sich häufendem freischwebendem Feingeist.
Wer allerdings mal regelmäßig die abseitigen Wege zwischen Berlin, Brandenburg und Hamburg zurückgelegt hat. Oder wer sich jemals im Spagat zwischen diesen beiden Zentralen der eigenen Matrix einklemmte, wird verstehen was Miriam Erttmann und Hannes Klock im Schilde führen.
Via Crowdfunding finanziert und überraschenderweise unter Verzicht der expliziten Auflistung aller Unterstützer & Unterstützerinnen, kommt ”Home In The Sky” eben als unprätentiös erzählende Liedersammlung daher. Eine, die Multiinstrumentalismus am sicheren Boden verhaftet während Blackbird & Spenser ihren Hamburg-Auftritt am 6. Dezember im Gängeviertel zwischen die beiden anderen dicken B’s Bielefeld und Bremen platzieren. Ein gutes Gefühl für Arrangements und Kontraste besitzen die Miri und der Hans also allemal. (kel)