Heute mal alle in die Schanze, alle Neonschwarz gucken. Die audiolitschen Rap-Großmeister spielen auf dem Balkon der Flora und feiern den Release ihres neuen Albums. Wie feiern schon jetzt, wir feiern “Metropolis”. Das vielleicht wichtigste Deutschrap-Album des Jahres. Das vielleicht wichtigste Album des Jahres.
“Dein Opa war ein Nazi. Wir pissen auf sein Grab.” rappen sie in “Dies Das Ananas“. Keine Kompromisse, kein Gesabbel. Sondern Zeckenrap. Politik, Meinung, die richtige Seite. “Auf euren Alben werden Mütter gefickt. Auf unserem Album werden Häuser besetzt.” (aus “Rapstars”). Genau das, genau so. Real, Alter. Und das ganz ohne epische Interviews. Spion Y, Marie Curry, Captain Gips und Johnny Mauser, neue Helden ohne Helden zu sein. Sondern vier von uns, vier Kämpfer für das Gute und gleichzeitig außergewöhnliche Rapper, Sänger, Musikanten.
“Check Yo’ Self” ist Old School, “Drahtesel” ist kein “Bonanzarad”, hat trotzdem ein bisschen was von Fischmob, “Die Eskalation” ist Club und Beat und nicke mit dem Beat und beweg dein Arsch. “Atmen” dagegen luftige Popmusik, “Das goldene Ticket” ein Feierbiest, “Dies Das Ananas” fast schon Kreuzüberrap und “2015” das bedrückendste Stück, das man dieses Jahr hören wird. Refugees Welcome. Und danke, Neonschwarz. (mf)
