“Wir spielen keine Popsongs”, schreit es aus der Mitte von “Antirockstars” (Vö: 26. August) hinaus. Was hier auf dreizehn Stücken manchmal klingt, als seien Montreal ihre Söhne, stammt allerdings aus der Underberg-Heimat Rheinberg, hört auf den smarten Namen Betontod und befindet sich im zwanzigsten Jahr der Bandgeschichte.

Distanz ist wie immer ein Fremdwort und man traut der Band auch heute noch zu, dass sie ihr Equipment mitten im Zuschauerraum aufbauen und jeden Tropfen Schweiß im vollständigen Kreis verteilen möchte. Textlich bewegt sich das alles zwischen angemessenem Kommentar zur bröckeligen Sozial-Infrastruktur des Landes und 120%-Wer-Bremst-Verliert-Partynacht. Alleine “König Alkohol” könnte es schon in die Veltins-Arena auf Schalke schaffen. Erst mal tut es aber auch das Knust am 13. Oktober. (kel)

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