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„Unmissverständlich und wesentlich“: Frau Potz

„Frau Potz lehnt dankend ab“ könnte zum geflügelten Wort werden in diesem Jahr? Die Chancen stehen gut. Ist aber noch nichts gegen Textzeilen wie „Ihr seid der langweilige Mix aus Arroganz und Antichrist“ („Brockenheim“) oder den herrlichen Musikkritiker-Diss in „Geh Affe, geh“. Erscheint alles am 17. Februar, dem Tag der Release-Gala, die wir selbstredend präsentieren werden. Im Hafenklang zusammen mit Love A und Pack of Wolves . Wird ein Fest, das! Und bevor da alles in Schutt und Asche liegt, haben wir schnell noch nachgefragt.

Der 17. Februar mit Love A und Pack of Wolves bleibt uns allen für das restliche Jahr in Erinnerung weil …?

Hauke: … Kerli’s Schnauzer bis dahin prachtvolle Ausmaße angenommen haben wird. Ich hoffe einfach auf eine gute Party.

Warum klingt euer Trotz eigentlich so viel erfrischender als anderswo? Als Beispiele fallen mit „Brockenheim“ und „Geh Affe, geh“ ein, in denen ihr es schonungslos, aber gar nicht bösartig, mit der Kapuzenpullizei und den Heerscharen von Musikkritikern aufnehmt.

Felix: Ob das „erfrischend“ klingt oder nicht, können nur Andere beurteilen. Uns ist es wichtig, die Dinge unmissverständlich und wesentlich zu halten, ohne mit den Texten aber ins Langweilige abzudriften. Die Zeilen müssen halt treffen, Musik und Text müssen Energie haben. Und wenn wir irgendwann anfangen sollten mit „Oha, das Thema ist aber doch ne Nummer zu heiß“, wäre es nicht mehr Frau Potz. Ich glaube, selbst die, die sich eigentlich von uns angepisst fühlen müssten, begreifen das auch ein bisschen als Aufforderung, sich selbst nicht immer so ernst zu nehmen.

Haben Menschen in Norddeutschland übrigens wirklich bestimmte Eigenschaften?

Hauke: Sie sind wortkarg.

Und welche Eigenschaften macht(en) Frau Potz sich zu eigen bevor sie dankend ablehnte(n)?

Hauke: Na ja, wortkarg ist die Platte ja nicht. Trotzig, wütend, laut und schnell. Und heiß. Wenn du so willst, ist die Platte nicht typisch norddeutsch.

Ihr haltet euch in den Texten auf „Lehnt dankend ab“ stets gerade. Wem widmet ihr diese Art von rückenschonender Arbeit?

Felix: Beim Schreiben eines Textes kralle ich mir meistens eine ganz bestimmte Person und behalte diese dabei immer im Kopf. Das hilft dabei, der Wut oder den generellen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Du findest viel leichter Worte, schaukelst dich teilweise hoch oder kannst bei der Wortwahl viel besser ins Detail gehen. Am Ende ist ein Lied aber nie nur dieser einen Person gewidmet, ich brauche sie nur als Galionsfigur für das eigentliche Thema.

Und warum passt das alles so hervorragend bei Delikatess Tonträger auf den gedeckten Tisch?

Hauke: In erster Linie sind die drei Mäuse von Delikatess Tonträger Freunde von uns. Und das schon lange, bevor wir das Album aufgenommen haben. Uns war es wichtig, dass die Leute, die die Platte rausbringen, wirklich Bock auf die Geschichte haben. Da haben wir mit Kathrin, Lisa und Fred auf jeden Fall die richtigen Leute gefunden.

Interview: (kel)



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