Der eine spielt bei Air, den anderen kennt man von Bang Gang und Lady & Bird. Großmeister-Alarm also. Alter. Und wie. Jean-Benoit Dunckel und Barí°i Jóhannsson sind Starwalker. Heute kommt ihr neues Album, ihr erstes Album, ihr wundervolles Album. Großer Pop, feine Elektronik, beeindruckende Schönheit.
Seit ein paar Jahren musizieren sie schon zusammen. Und das aus dem besten Grund, den zwei Musiker haben können. “Letztlich wollten wir einfach nur Spaß haben und zusammen Musik machen”, erinnert sich Jóhannssoni. “Es gab einfach keine Erwartungen, keine festen Ziele, und wir sind nun mal absolut auf einer Wellenlänge.” Und wir sind es auch, wir feiern das Album und küren es zum Album der Woche. Knapp vor der neuen Weezer-Scheibe übrigens …
Zehn Songs sind drauf, zehn Songs sind betörend. Das verträumte “Blue Hawaii” wie das ultra-lässige “Holidays” mit Kinderchor, “Losers Can Win” mit seinem 1980er-Charme wie das seltsam angewavte “Everybody’s Got Their Own Way”, das Airige “Bad Weather” wie das fast schon ulkige “Radio”.
Was für ein Trip, was für ein Vergnügen. Barí°i Jóhannsson bringt es auf den Punkt: “Letzten Endes geht es uns beiden ja doch immer um Popmusik. Nur errichten wir die Popstrukturen auf einem Fundament, das mehr Tiefgang hat.” Hier laufen “Le President” und “Holidays“.
Und das ist nicht alles, Starwalker sind kein weiteres, kurzlebiges Allstar-Projekt. Jóhannsson: “Das Album ist ein absolut ehrliches Statement von uns beiden. Das war unser Ziel. Dabei ist das hier genau genommen erst der Anfang. Wir werden noch viele, viele Jahre zusammen weitermachen.” Noch mehr Großmeister-Alarm also. Alter. (mf)
