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    Concert News – Musik und Konzerte aus Hamburg
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    Chor des Monats: März 2016

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    By rooka on 1. April 2016 Konzert-Tipps

    Der Februar war extra lang aber konzerttechnisch noch etwas im Winterschlaf. Im März ging es endlich wieder rund und unser Rückblick ist pickepacke voll mit Eindrücken. So, wie es sich gehört. Bitteschön:

    Bloc Party | Foto: Doreen Reichmann*** C+C=Maxigross (01.03., Hasenschaukel): Kryptischer Bandname, aber großartige Band. Der Monatsanfang gestaltet sich mit dem italienischen Psychedelic-Folk-Kollektiv ausgesprochen angenehm und kurzweilig, wenngleich man sich ein wenig für die nicht auflaufenden Hamburger schämt. Die Besucherzahl kann an zwei Händen abgezählt werden und das sollte in einer angeblichen Musikstadt schlichtweg nicht denkbar sein. Hoffentlich rächt sich das nicht irgendwann. (nsc) *** [PIAS] Nites mit Bloc Party und Trümmer (01.03., Markthalle Hamburg) Der [PIAS] Nites- Konzertabend. Den Anfang machen Trümmer, eine der Hamburger Bands der Stunde, die kurz zuvor die Single zu ihrem kommenden Album veröffentlicht haben, “Grüße aus der Interzone”. Es gibt fast nur neue Songs zu hören, diese sind aber wirklich toll. Danke dafür Trümmer. Als Bloc Party die Bühne betreten ist der Jubel größer, man merkt, für welche Band die Karten gekauft wurden. Es gibt einen schönen Mix aus neuen Songs und alten Hits, bei denen es auch zum Pogo kommt. Ausgelassene Stimmung bei allen. Highlight: “Different Drugs”. (rb)

    The Used | Foto: Doreen Reichmann*** The Used (03.03., Knust Hamburg) The Used spielen ihr Debüt komplett. Stark, wirklich. Die Vorband, dessen Namen ich nirgends wiederfinden kann, begeistert bereits & der Hauptact führt die gute Stimmung mühelos weiter. Klar, auf die Jungs haben wir ja auch gewartet. Und wurden nicht enttäuscht. Highlights: Der Schlagzeuger der Vorband und “A Box Full Of Sharp Objects”! (rb) *** The Used (03.03., Knust) Die Band um Frontsau Bert McCracken hatte angekündigt, an zwei Abenden im Knust ihre ersten beiden Alben spielen zu wollen. Und das taten sie dann auch und beamten uns kurzerhand zurück ins Jahr 2002, der Hochphase des Emo-Hypes des letzten Jahrzehnts. Und The Used, bzw. vorallem McCracken haben es noch nicht verlernt. Von der ersten Sekunde an in Höchstform, schreit, brüllt und singt sich McCracken gemeinsam mit dem textsicheren Publikum durch das selbstbetitelte erste Album. Ein großartiger Frontman, eine souveräne Band, ihre Hardcore-Fans und die richtigen Songs waren die perfekte Mischung für diesen tollen Abend. (sm) **** Still In Search (03.03., Molotow) Es ist großartig dabei zuzusehen, wie diese tolle Band langsam wächst und ihren Weg beschreitet, sich spielend durch eine ganze Bandbreite von Musik spielt, mal poppig, mal mit lauten Riffs und dann wieder ruhig und betörend wirkt. Da kommt noch einiges. Großes Lob auch für den Support Stella be Strange, der trotz kleiner Technikprobleme sehr toll und toll einnehmend war. (nsc) *** Vök (04.03., Häkken) Kühl, kühler, unterkühlt. Das trifft nicht nur auf das isländische Klima zu, sondern auch auf die Performance von Vök, einem der größten Hypes von der nordischen Insel. Der Sound war, wie immer im Häkken, nahezu perfekt, jedoch wirkte die Band lustloser, als Beamte im Kundenzentrum der Behörde. Schade eigentlich, denn die Musik hat Potential. (hw) *** Get Well Soon (04.03., Gruenspan) Wer saß denn da am Regler? Sound nicht sehr überzeugend, schade eigentlich, denn Get Well Soon können was, das steht außer Frage. Gropper hat auf große Ansagen verzichtet und lieber durchgespielt (“Wir haben keine Zeit”), das Hamburger Publikum noch etwas reservierter als sowieso gewohnt, aber am Ende hat’s doch trotz allem echt Spaß gebracht. (eh)

    Meadows | Foto: Doreen Reichmann*** Tincan Folklore (05.03., Pony Bar) Musikverliebt, Publikumsnah und Sympathisch kommt das Duo aus Berlin daher. Mit verhallten Vokals, zartem Geschrammel und angenehmen Melodiebögen erinnern sie stark an Sufjan Stevens. Ja, dieser Vergleich ist ziemlich gewagt, aber ich bin mir dessen bewusst. (hw) *** DJ Dingo Susi (05.03., Pony Bar) Wer braucht schon ein Schlagzeug, wenn es auch ein alter Kassettenrekorder tut. Herrlich analog ist das, wenn zwischen den Tracks herumgespult werden muss. So kann und sollte Post-Punk klingen. (hw) *** Meadows/Sion Russel Jones (05.03., Wohnzimmerkonzert) Manchmal sind es die kleinen, intimen Konzerte, die am schönsten sind. Christoffer Wadensten aka Meadows aus Schweden in seiner mittlerweile “fast” Wahlheimat Hamburg. Der Schwede gehört definitiv zu den Singer-/Songwritern, von denen es eben nicht unzählige gibt. Wunderschöne Melodien, eine großartige, einzigartige Stimme und ein unglaublich sympathischer Mensch. Wir werden noch viel von ihm hören! Dazu Sion Russel Jones, ein Waliser, der in seinen starken Momenten an Ed Sheeran oder Passenger erinnert und durch ein beeindruckendes Gitarrenspiel begeistert. (sm) *** Peter Licht (06.03., Kampnagel) Sitzkonzerte sind geil. Besonders am Sonntag. Besonders mit Peter Licht. Der Überhypersuperintelektuelle liest und spielt sich über zwei Stunden lang durch sein schier endloses Repertoire. Gastmusiker und ein Publikums-Chor, der eine umgedichtete Version von “Die Internationale” singt machten diesen Abend nahezu perfekt. (hw)

    Pete Yorn | Foto: Doreen Reichmann*** The Libertines (07.03., L’Olympia Paris) Das Olympia in Paris, der älteste Musikladen in Paris, beherbergt heute die Libertines. Diese lassen sich nicht lumpen und schicken drei Vorbands in den Ring, bevor sie selber die Bühne und das Publikum im Sturm erobern. Heute gibt es wirklich viele Stücke vom aktuellen Album “Anthems For Doomed Youth”, die aber auch zünden und die Meute ebenso in Bewegung halten, wie die Klassiker “Horrorshow” oder auch “Can’t Stand Me Now”. Spätestens, als ich auf meinem weißen T- Shirt die ersten Blutflecken wahrnehme und mich erschrocken umdrehe, ist mir klar, dass ich hier richtig bin. Ein junger Mann im vollgebluteten Polo- Hemd (ich tippe auf eine demolierte Nase) lässt sich nicht von seiner Verletzung kleinkriegen und feiert ausgelassen weiter. Pete Doherty wird zum Wiederholungstäter und wirft zwei Mikrofonständer ins Publikum, die sofort von den Fans demontiert werden, unter den verzweifelten Bemühungen der Security sie zurückzugewinnen. Es ist ein tolles, brüderliches Publikum und wirklich jeder, auch auf den Tribünen, hat seinen Spaß. Merci Paris. Merci The Libertines. (rb) *** Boy and Bear (07.03., Ue&G) Sound richtig gut, Musik noch besser! Boy and Bear waren gut drauf, haben viel tolles Neues aber auch die alten Hits gespielt. Eine Zugabe gab’s (mit Ansage) nicht, aber die war auch gar nicht mehr nötig. Alle glücklich. (eh) *** Pete Yorn (07.03., Grüner Salon/Berlin) Auswärtspiel für CN. Denn wenn Pete Yorn nach 14 Jahren Deutschland-Abstinenz sein erstes Konzert spielt, dann gehört auch Berlin an einem solchen Abend zum CN-Geltungsbereich. Und womit? Mit Recht! Denn der Amerikaner lieferte mit dem ersten Konzert mit seiner neuen Band genau das ab, was man erwartet. Im Gepäck sein neues Album und seine alten Hits. Großartig war es. Wahrscheinlich eins der kurzweiligsten Konzerte seit langem. (sm)

    DeWolff | Foto: Sebastian Madej***Savages/BoNingen (09.03., Knust) Geflashed wäre wohl das Jugendwort für diesen Abend. Asiatischer Wahnsinn in Form der Vorband trifft britische Hysterie vom Feinsten. Eins. (tk) *** Messer über Boris Vian (10.03.2016, Kampnagel) Et boum, c’est le choc – Dem Konzeptabend der Münsteraner Post-Punk-Gruppe Messer fehlte es an Konzept. Wo sonst genialer, cineastisches Saitenzupfen auf die Bühne gebracht wird, da gab es jetzt nur pseudo-avantgardistische Interpretationen, Chansons und Gedichte des französischen Querdenkers zu hören. Ich will nicht so weit gehen, dass Vian sich bei dem Miterleben dieses Abends im Grabe umgedreht hätte, aber ich denke, dass er, wie ein beachtlicher Teil des Publikums, früher gegangen wäre. “Au revoir” sagt man dazu, oder nicht? (hw) *** Das Mädchen mit der Gitarre (Fast jeden Tag, U Lattenkamp) Nein, sie covert nicht Oasis’s “Wonderwall” in Dauerschleife. Und nein, sie grinst auch nicht nett, wenn man ihr ein paar Cent in die leere Gitarrenbox schmeißt. Dieses Mädchen mit den roten Haaren macht richtig gute Musik und erinnert dabei nicht nur optisch an Courtney Barnett. Einziges Problem: Wenn sie dort spielt, dann kann ich mir sicher sein, meine Bahn zu verpassen, denn ihre rotzige Songwriter-Attitüde macht einfach Spaß. (hw) *** DeWolff (10.03., Klubsen) DeWolff aus den Niederlanden gelten als ”next big Thing” vom Eurosonic in Groningen. Und das obwohl die Band bereits seit 2007 aktiv ist. Im Klubsen zeigten sie, dass sie, wenn man Psychedelic Southern Rock hören mag, sicherlich nicht an ihnen vorbei kommt. Eine Band, die für die großen Bühnen dieser Welt bereit ist und eine Band, die man auf eben diesen Bühnen in Zukunft sehen wird. Led Zeppelin und Deep Purple suchen einen Nachfolger? Hier ist er! (sm)

    *** The HunThe Hunna | Foto: Sebastian Madejna (10.03., Turmzimmer U&G) Die Indie-Rocker The Hunna kommen aus England und befinden sich zur Zeit auf ihrer ersten großen Europa-Tour. Im Rahmen dieser stand natürlich auch erstmals Hamburg auf dem Programm. Und die Band, die bisher nichts veröffentlicht hat und das erste Mal in Deutschland unterwegs war, wird diesen Abend in unvergesslicher Erinnerung behalten. Das Uebel & Gefährlich war gut gefüllt als die Band auf die Bühne kam, was sicherlich als erster Erfolg zu werten ist. Was dann aber passierte überraschte alle. Das Großteils weibliche Publikum im Teenageralter kannte jeden Song und sang äußerst textsicher von der ersten bis zur letzten Silbe alles mit. Gänsehaut pur! Dazu eine Band, die mit Anfang zwanzig bereits eine beeindruckende Livepräsenz zu bieten hat und sich nach dem Konzert als überaus sympathisch zeigte. Von The Hunna wird man definitiv noch mehr hören. (sm) *** Ian Fisher (12.03., Kuukun) Endlich Hamburg! Ian Fisher ist angekommen. Angekommen in Hamburg, wo er mit Fans, befreundeten Musikern wie den Niederländern Town of Saints, die extra aus Groningen angereist waren, und vielen anderen zusammen das vorerst letzte Konzert seiner Nero-Album-Release-Tour feierte. Und vor allem angekommen im Zeitalter der gut besuchten und oftmals ausverkauften Konzerte, der sehr guten Kritiken und einer erstmals seit langem zu erkennenden spürbaren Zufriedenheit des Musikers mit sich und seiner Situation. Das alles zusammen war großartig anzusehen. (sm)

    Ian Fisher | Foto: Sebastian Madej*** Monster Magnet (13.03., Markthalle) Alleine die Info, dass Monster Magnet spielen reicht schon als Argument, um ein Ticket zu kaufen. Ganz egal, ob ein neues Album promotet wird oder – wie in diesem Fall – eine Best-Of-Setlist aus den stärksten Brechern der vier Alben “Superjudge”, “Dopes To Infinity”, “Powertrip” und “God Says No” angekündigt ist. Zu Monster Magnet geht man alleine wegen der fantastischen Energie der Musik, wegen der Präsenz von Dave Wyndorf und weil man niemals dessen überdrüssig werden wird, mit Dave zusammen im Chor “Space Lord Motherfucker!” zu brüllen. Es war dann auch alles überraschungsfrei und wie erwartet. Im Klartext: Es war ein perfekter Abend. (df) *** Heimatt (16.03., Astrastube) Beim SPOT vor zwei Jahren entdeckten wir diese Band aus Dänemark für uns. Mittlerweile ist nur noch der Sänger Magnus aus der damaligen Besetzung dabei, aber Magnus ist es auch, der diese Band ausmacht. Die vielen Konzerte der letzten zwei Jahre haben ihm gutgetan. Aus dem schüchternen, zurückhaltenden jungen Mann mit der tollen Stimme und den schönen Folksongs ist eine Rampensau geworden und seine Bühnepräsenz lässt alle anderen Bandmitglieder, so gut sie auch sein mögen, in den Hintergrund rücken. Ein kurzes Konzert, das nichts zu wünschen übrig ließ. (sm) *** Macklemore & Ryan Lewis (16.03., Barclaycard Arena) In Begleitung von drei Teenies, deren erstes Konzert dieses ist, kann es wenig Enttäuschung geben. Ben Haggerty alias Macklemore bietet nebst Miniorchester und TänzerInnen dann nach langem Warten, eine Show, wie sie sein sollte. Trotz halbverkaufter Riesenkonsumhölle, nimmt er so gut es geht Fankontakt auf und macht textsicher und sympathisch den Rapper aus Seattle. Lightshow und Leinwände schocken. Die Chartstürmer lassen mich fremdschämen, aber sobald es wieder nach Beastie Boys klingt, ist alles vergessen und wir kreischen Mackle-More. Gut gemacht. (tk)

    Coasts | Foto: Sebastian Madej*** Coasts (18.03., Molotow) Noch eine dieser Indie-Bands aus England, die versuchen mit tanzbarem Indie-Pop die Welt zu erobern? Mitnichten! Denn Coasts haben das gewisse Etwas, das sie eben von allen anderen Bands unterscheidet. Das Etwas, dass zu einem ausverkauften Molotow führt, zu hohen Temperaturen, zu einer tollen Stimmung, zu vielen singenden und tanzenden Menschen und einer Menge strahlender Gesichter. Zitat der Band nach ihrem vierten Hamburg-Konzert in ihrer Karriere: Hamburg ist immer etwas ganz besonders für uns! (sm) *** Alligatoah (18.03., Sporthalle Hamburg) Streitwagen, Beraterboi- Basti, die Suche nach Gott. Alles dabei. Vorfreude war groß, ich wurde nicht enttäuscht. Wirklich eines der Konzerte des Jahres. (rb) *** Rüfüs (19.03., Nochtspeicher) Der Sänger eine australische Version des älteren Justin Bieber oder jungen Nick Carter, die Musik irgendwie ein bisschen 90er, aber dann auch wieder ziemlich aktuell hip. Auf jeden Fall gab es eine Stunde perfekte Tanzmusik, handgemacht trotz Elektronik. Da wäre auch noch eine weitere Stunde schön gewesen! (eh) *** Jesper Munk (19.03., Music Hall Worpswede) Eine Landpartie. Ab ins Auto, ab ins Künstlerdorf Worpswede. Hier spielt heute Abend Jesper Munk, das Blues- Wunderkind aus München. Und die Fahrt lohnt sich. Die Music Hall ist eine wunderschöne Location, in der Jesper nervös (wie er selber sagt) zeigt was er kann, bekannte Songs darbietet, Cover spielt und auch ein paar neue Songs vorstellt. Seine Band brilliert, das Publikum in Worpswede freut sich ihn dazuhaben. Es ist ein persönlicher Auftritt, den man auch definitiv auf die Lokalität zurückführen kann. Nach anschließendem Plausch bleibt nur eines zu sagen. Danke für den Jägermeister. (rb)

    Melodica Köln | Foto: Sebastian Madej*** Melodica Festival Köln (19.+20.03., Weltempfänger/Köln) Nächstes Auswärtsspiel. Warum? Weil die Melodica Festivals in Hamburg ihren “deutschen” Ursprung haben. Oder weil das Konzept der Melodica Festivals es einfach verdient hat, dass man allen Melodica Veranstaltungen sein Aufwartung macht? Denn Melodica funktioniert ganz einfach. Man nehme eine Haufen guter Musiker, die es lieben Musik zu machen und die sich untereinander mögen. Dazu noch ein paar Freunde der Musiker, eine hübsche kleine Location, ein bisschen Publikum und schon hat man beste Voraussetzungen für ein tolles Wochenende. Und dann passiert es, dass man auf einmal auf einem Festival mit Top-Besetzung landet. Town of Saints, Jonathan Kluth, Stefan Honig, Lasse Matthiessen, The Black Atlantic, Meadows und viele andere mit großartigen Auftritten. Dazu Newcomer wie u.a. The New Poor aus Groningen oder die Wahl-Kopenhagerin Paula Tebbens, von denen man in Zukunft noch viel hören wird. Ein tolles Wochenende! (sm)

    Wakey! Wakey! | Foto: Doreen Reichmann*** Wakey! Wakey! (21.03., Knust) Michael Grubbs hat dieses Mal E-Gitarristen (und Produzent) und Violinistin dabei – was anfangs für einen für den Singer-Songwriter ungewöhnlich hohen Lärmpegel sorgt. Das pendelt sich aber schnell ein (oder die Ohren gewöhnen sich) und Grubbs liefert, sympathisch wie eh und je, viele neue Songs aber auch die tollen alten Hits gekonnt ab. Hamburg sei seine Lieblingsstadt – das glaube wir gerne, solange er bald wieder kommt! (eh) *** Bosse (21.03., Grünspan) In intimer Atmosphäre spielte Aki Bosse in einem, mit großen Ledersofas ausgerüsteten, Grünspan ein kleines, halbakustisches Konzert. Ja, es war wirklich genauso schön, wie es klingt. Eine Stunde lang sang er sich quer durch seine Diskografie und zeigte, dass Popmusik doch irgendwie gleichzeitig erfolgreich und ehrlich sein kann. (hw) *** Meadows (21.3., Grüner Jäger) nordpolrecords & What we call Records luden zum Frühlingserwachen in den Grünen Jäger ein und dass ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Für uns dort zu sehen, Meadows, unser Liebling aus Schweden. Und für den war es Kontrastprogramm pur. Aus der heimeligen Melodica Stimmung in Köln direkt in den Grünen Jäger. Aber Christoffer und Anna lösten auch diese Aufgabe auf ihre gewohnte Art. Mit Charme und großartiger Musik begeisterten sie ein weiteres Mal ihr Hamburger Publikum. (sm) *** Der Ringer & Yoga (23.03., Hafenklang) The freaks are alright! Wieder einmal bot das Hafenklang einer, für den Pudel geplanten, Veranstaltung Asyl und wieder einmal wurde deutlich, wie herrlich die lokale Szene doch blühen kann, wenn man sie lässt. Der Ringer präsentierten ihre neue “Glücklich”-EP gewohnt stilsicher, wütend und mit einem schönen 80s-Charme, der selbst Robert Smith ein klitzekleines Lächeln auf die dunklen Lippen zaubern würde. Ich wiederhole mich nur ungern, aber: The freaks are alright und das bewiesen sowohl Der Ringer, als auch Yoga aus Berlin. (hw) *** Vimes (23.03., Häkken) – Das Kölner Duo tritt mit Live-Drummer auf und schafft es tatsächlich an einem Mittwochabend, das Publikum von Anfang zum Tanzen zu bringen. Das Warten auf das Album der Clubmusik-Pop-Bastler hat sich gelohnt – und live überzeugt das Ganze erst recht. (mu)

    Reckless Love | Foto: Sebastian Madej*** Bernd Begemann & die Befreiung (27.03., Knust Hamburg) Knust also nochmal. Ostersonntag, Bernd Begemann verkündet im heißesten Newsticker des Word Wide Web Promigäste wie Paul Pötsch und Olli Schulz. Mit diesen und Carsten Friedrich von der Liga der gewöhnlichen Gentlemen, wird zwischenzeitig die Bühne gerockt, nicht mal die Backstreet Boys könnten das toppen, nein! Was soll man noch über Bernd Begemann sagen? Er gibt alles. Wir nehmen alles. Denn wir sind mal wieder verhaftet wegen sexy. (rb) *** Reckless Love (27.03., Rock Cafe St.Pauli) Ein ausverkauftes Rock Cafe, saunaartige Temperaturen und ein Sänger, der die Bezeichnungen Frontmann/Bandleader mehr als rechtfertigt. Die Glam-Rock-Show der Finnen kann einfach nur als großartiges Rock-Event beschrieben werden und Sänger Olli Herman ist eine Rampensau deluxe. Ja, Bon Jovi ist verpöhnt, Guns N’ Roses ebenfalls und Hardrock nicht mehr angesagt, aber den Ostersonntag mit einem geilen Oldschool-Hardrockkonzert abzuschließen hat einfach was. (sm) *** Staring Girl & Game Ove (30.03., Knust Bar) Game Ove ist irgendwie ganz nett. Ein bisschen affektierte Lagerfeuer-Romantik aus Ostfriesland hat halt noch nie vergrault, ist aber auch, wenn man ehrlich ist, nicht sonderlich innovativ oder spannend. Staring Girl hingegen erinnern mich an das uneheliche Kind von CCR und Tomte. Das Gesamtpaket klingt nicht zeitgenössisch, nein. Das Gesamtpaket klingt zeitlos und gut. Wieder einmal ein gutes, goldenes Händchen, dass das Label Omaha Records bewiesen hat. (hw)

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