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Album der Woche: Standing At The Gates: The Songs Of Nada Surf’s Let Go

Dieses Jahr feiert das überragend gute Nada Surf-Album „Let Go“ seinen 15-jährigen Geburtstag. Am 12. April spielt die Band im Gruenspan einmal das komplette Album (concert-news.de präsentiert), hier und jetzt covern eine bunte Mischung Bands und Künstler einmal alle Songs, einmal das gesamte Album. Das Resultat ist spannend, seltsam, am Ende ziemlich schön. Sehr schön.

Das Manchester Orchestra dürfen das Ganze eröffnen und verdammt, das machen sie gut. Ihr „Blizzard Of ’77“ kommt voller Liebe, eindringlich, emotional, fast schon epochal. Gänsehaut, Digga, traumhaft schön. Danach Ron Gallo mit einem ziemlich wütenden „Happy Kid„, schroff, wild, laut. Muss man sich erst dran gewöhnen, wird dann aber ziemlich super.

Okay, über die, sagen wir mal, Eagles-Version von „Inside Of Love“ von The Texas Gentlemen kann man diskutieren, wir finden sie ein bisschen belanglos. Ganz anders „Fruit Fly“ von Ed Harcourt, der hier herrlich bedächtig, gefühlvoll und famos verspielt spielt, sowie „Blonde On Blonde“ von Rogue Wave, nah am Original, aber doch mit charmanter Individualität. Für beide gilt: Belanglos geht ganz anders.

Was auch für das schlicht wunderschöne „Killian’s Red“ von Holly Miranda sowie das atemberaubende „Paper Boats“ von Aimee Mann gilt. Zwischen kindisch, kindlich und einfach klasse kommt „The Way You Wear Your Head“ von Charly Bliss, bedrückend gut „La Pour Ca“ von der großartigen Adia Victoria. Weitere Interpreten: The Long WintersWilliam Tyler und Eyelids. Gute Mischung. Sehr gutes Album. Auf dem nicht jeder Song super ist, auf dem aber auch kein Song so dahin gecovert klingt. Sondern jeder für sich eigen, anders, spannend, schön. (mf)