Die Aufgabe: “Nicolas Sarkozy und Barack Obama sollen am Rande eines Gipfeltreffens mediengerecht Lagerfeuer-Freundschaft schließen. Das Protokoll verlangt nach authentischer Untermalung und einem Künstler, der beide Staaten repräsentiert. Was tun Sie?”
Neben der Option, an dieser Stelle aus einem sehr bösen Traum aufzuschrecken, wären da noch Moriarty, die mit “The Missing Room” bereits Anfang September eine schöne Mischung aus Country, Chanson, blauer Stunde, Jazz und Folk veröffentlichten. Das geschieht über die abendfüllende Länge gerne so unspektakulär, wie ein Nachtclub im dezenten Kostüm gerade sein möchte. Auch wenn dort Instrumente wie Banjo oder Harmonika zu den selteneren Gästen gehören.
Am 2. November spielt das Kollektiv um Sängerin und Namensgeberin Rosemary Moriarty auf Kampnagel. Dass es sich in den Liedern durchaus mal um Alpträume und Hinrichtungsopfer in den USA dreht, gibt der Französische-Amerikanischen Freundschaft dann doch auch erst die richtige, ehrliche Chemie. Alle Elektrofreunde, die wir mit der Überschrift verwirrt haben, mögen uns verzeihen. (kel)
