Der redet und redet und hört nicht auf zu reden. Doch Felix Meyer (5. März | Kampnagel | ) muss offenbar zu der Sorte sozialromantischer Liedermacher gezählt werden, die ohne Schwafelei auch ein paar entscheidende Takte zu sagen haben. Immerhin dreizehn ausgewachsene Meinungen lang hangelt sich das zweite Album “Erste Liebe | Letzter Tanz” (Vö: 20. Januar) vom Prolog über die Schwingen großer Worte bis mitten hinein in den azurblauen Himmel.

Dass Felix Meyer hierbei in einer hohen Dichte Themen von Belang abfrühstückt, die ganze Bauwagen-Kolonnen mit Inhalten füllen könnte, lässt die Platte näher an ausgefüllte Hörspielerei rücken, als es manch einem Songwriter-Durchschnittshörer lieb sein mag.

Ganz ohne falsche Bescheidenheit kommen übrigens die fülligen, aber stets luftigen, Arrangements (Akkordeon, Piano, Glockenspiel, Banjo, Congas, Keksdose) unter der Produktion von Franz Plasa aus. Wer, wie Felix Meyer, viel auf den Straßen der Welt unterwegs ist, lädt eben einiges am Wegesrand auf. Und kommt doch, “Finger in der Seele, Steine im Schuh”, wie einst Reinhard Mey, auf “Erste Liebe | Letzter Tanz” fast ohne jeden Ballast aus. (kel)

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1 Kommentar

  1. Am Dienstag Punkt 20:00 Uhr spielt FELIX MEYER 5/6 Lieder vom neuen Album bei einem Showcase in den Zeisehallen zu Altona. Eintritt frei! Wenn Ihr es nicht weit habt, dann kommt doch auf ein Glas vorbei.

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