Anscheinend ist der Vorname Conor eine gute Voraussetzung für das Talent zum Songs schreiben. Denn der Ire Conor J. O’Brien hat nicht nur selbigen als Gemeinsamkeit mit seinem amerikanischen Kollegen Conor Oberst, noch offensichtlicher ist die ähnliche Stimme, die bei beiden im Vordergrund ihres Schaffens steht.
Hat Oberst allerdings mittlerweile ein paar mehr Bands zusätzlich zu seinem Soloprojekt angehäuft, heißt die Haus- und Hofband von O’Brien bloß Villagers. Dessen neues, wunderschönes Album hört auf den Namen “{Awayland}” (ja, die geschwungenen Klammern stehen so auf dem Cover). Und es startet mit einem Lied, in dem die Reeperbahn vorkommt. Das ist doch schon mal was!
Beim ersten Hören von “{Awayland}” kommen einem gleich mehrere Assoziationen in den Kopf, Bright Eyes ist natürlich naheliegend und besonders offensichtlich bei “Earthly Pleasures”. Teitur erscheint bei “The Bell” vor dem inneren Auge und dessen Zeile “There is a sleeping dog under this dialogue” würde selbigem auch sehr gut stehen. Zu guter letzt noch eine etwas gewagtere Aussage? Kennt irgendwer die Soloalben von Take That’s niedlichem Mark Owen?
Falls nicht und falls noch dazu Villagers “Judgment Call” oder “Nothing Arrived” gefallen, der sollte vielleicht mal in die Werke vor der Boygroup-Wiedervereinigung reinhören… Doch zurück zu Villagers: Das vielfältige Arrangement der Songs lässt übrigens ebenfalls an Grizzly Bear denken, waren Villagers doch zufällig auch deren Support bei der letzten Tour. Bei uns sind O’Brien und Band dann endlich am 4. März im Uebel&Gefährlich zu sehen und vor allem zu hören. (eh)
