Ist das jetzt nur düster und schwerfällig, barock und psycho oder strahlt alle Kraft aus der Mitte heraus? Oder sind Midlake inzwischen ganz schön lethargisch geworden auf ihre neuen Tage. Klar, Sänger Schmidt ist weg und hinterließ einen Trümmerhaufen an Tabu-Aufnahmen. “Antiphon” also musste komplett neu gedacht werden und da scheint es nun auch (aber längst nicht nur) ein gefühltes Jazz&Rock-Kapitel zu sein, das früheren folkigeren Klängen auf dem jüngst erschienenen Album folgt.

Aber wenn das mal so einfach wäre. Denn “Antiphon”, wenn es schon nicht wirklich Haken schlägt, legt sich wie Blei quer in den Raum, besticht durch lange Instrumentalparts, schmiegt sich melancholisch in die Ecke, jammert gar ein wenig und nimmt alle näher kommenden Einschläge tapfer zur Kenntnis. Passt in den Herbst übrigens wie das Laub auf den Weg. Wird ein schwerer sein. Uebel & Gefährlich am 12. März. Da könnten wir ja schon Frühling verzeichnen. Das wollen die nicht … (kel)

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