Kevin Hamann als Tausendsassa zu beschreiben, wäre untertrieben: Der Sänger und Gitarrist aus Hamburg hat neben Solo-Veröffentlichungen als ClickClickDecker und My First Trumpet auch durch das Elektro-Projekt Bratze, als Bassist der Punkband Ludger sowie durch die von ihm moderierte Sendung “Initiative Herz Statt Kommerz” beim Internetradio ByteFM, eine Kurzgeschichte im Buch “Saturday Night” (Piper Verlag) und Online-Kolumnen für das Magazin Opak genügend Arbeitsproben abgeliefert!
Anfangs schrieb Hamann seine Lieder noch mit der Akustikgitarre zu per Drumcomputer erstellten Beats, unterstützt von Synthesizer und Keyboard. Die Initialzündung fürs erste Album “Ich habe keine Angst vor…” (2005) gab tatsächlich Bernd Begemann, der ihn dazu ermutigte, endlich seine Songs auf einem Tonträger zu rauszubringen. Beim aufstrebenden Hamburger Label Audiolith fand ClickClickDecker schnell ein Zuhause, hier veröffentlichte er auch die Folgealben. Nach Konzerten in größerer Bandbesetzung nahm Kevin Hamann als Duo mit Oliver Stangl in einem sehr intimen Rahmen Ende 2010 das Livealbum “Du Ich Wir Beide Zu Den Fliegenden Bauten” während des Reeperbahn Festivals auf.
Nun liegt seit Januar das fünfte Album “Ich glaube dir gar nichts und irgendwie doch alles” vor und ClickClickDecker feiern damit ihr zwölfjähriges Band-Jubiläum. Aufgenommen wurde es in einer friesischen Bauernschule. Kevin Hamann und Oliver Stangl liefern gewohnt bildreiche und doch klare Bestandsaufnahmen, verpackt in reduzierte, geradlinige Songwriterstücke. Das Besondere ist diesmal jedoch, dass die Berliner Fotografin Sophie Krische den Entstehungsprozess des Albums in körnigen Grautönen begleitete, was sich nicht nur im wundervoll atmosphärischen Album-Artwork widerspiegelt, sondern u.a. auch im Musikvideo zur aktuellen Single “Was kommt wenn nichts kommen will”, wo wir scheinbar hautnah bei den Aufnahmen der Lieder dabei sind.
Die “Und irgendwie doch alles”-Tour von ClickClickDecker ist in vollem Gange und das Heimspiel am Mittwoch, 26. Februar 2014 im Ballsaal des Uebel & Gefährlich steht an. Kevin Hamann gibt dann erneut den wahnsinnig sympathischen Gastgeber auf schnoddrig-norddeutsche Art und Oliver Stangl wird sich wiedermal als versierter Multiinstrumentalist beweisen. Mehr braucht es allerdings auch nicht für einen gelungenen Konzertabend. 26. Februar | Uebel & Gefährlich (ai)
