Wenn Sivert Høyem am 25. Mai im Knust (concert-news präsentiert) zu Gast sein wird, liegt die Wahrscheinlichkeit für sattsam gutes Wetter nicht gerade niedrig. Auch jetzt in diesem Moment scheint die Sonne draußen aus allen Poren, reicht der Blick aus dem dritten Stock weit über einen See, blühende Bäume und eine Wiese voller Reste zertretener Ostereier. Sinnbildlich könnten Letztere für eine Gleichgültigkeit stehen, die einem das Leben mitunter entgegenhält und die mit zielgenauer, fast chirurgischer Präzision einmal mehr in das künstlerische Schaffen des Norwegers Sivert Høyem eindringen sollte.

War “Endless Love”, das erst am 23. Mai erscheinende (aber natürlich bereits vorbestellbare) Album, bis dato fast ein Ort des Aufbruchs in verschiedenen optionalen Handlungssträngen von Kindheit bis zur Vaterschaft, ereilt den Ex-Madrugada-Kopf kurz vor der finalen Vollendung die nicht minder endgültige Nachricht vom Tod seines ewigen Managers und Begleiters Per Eirik Johansen. Welche Fragen das Schicksal sonst noch so aufwirft, formuliert der norwegische Minister für den Fortbestand des folgenden Tages auf “Endless Love” dabei gewohnt intensiv und mit der sicheren Hand für Dramaturgie. (kel)

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