Wie sie da sitzt. Rechts das kleine Piano und links der Bösendorfer-Flügel. Wie sie singt. Immer ein paar Zeilen Gesellschaftskritik inmitten zarter Geschichten von Liebe, Trennung und dem Leben. Tori Amos kommt mit ihrem 14. Album “Unrepentant Geraldines” am kommenden Sonntag, den 25. Mai in die Laeiszhalle.

Die Exkursionen der letzten Jahre, ins Klassische, Orchestrale bis hin zum Musical, sind für den Moment vergessen. Jetzt finden wir in den aktuellen Songs wieder mehr pure Tori Amos am Klavier. Emotional und wunderbar lyrisch wie immer, mit mehr Beschränkung auf Stimme und Tasten. Besonders schön “Weatherman” und “Oysters”. Mut zur Meinung hatte die Wahlbritin immer, und thematisiert u.a. sowohl das Alter in “16 Shades Of Blue” wie auch die Privatsphäre in “Giant’s Rolling Pin”.

Das Zuviel an Pop, im Duett mit ihrer Tochter “Promise” ist schnell verziehen, wenn wir im mystischen “Selkie” wieder an die Liebe und das Ankommen erinnert werden. Bei so viel Lyrik und Mystik kaum zu glauben, dass Lady Amos während der jetzigen Europatour jeden Auftritt mit einem Selfie in den sozialen Netzwerken dokumentiert, sehenswert. Es gibt noch wenige Restkarten. (tk)

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.