Man muss sich schon fragen, wie man auf diesen Namen kommt. Und wen man damit ansprechen will. Wir wissen es tatsächlich nicht, aber was wir wissen, ist, dass Wolf in Loveland ein hübsches Folkrock-Album gemacht haben, das nicht so kitschig ist, wie der Bandname klingt.
Stimmlich bewegen sich die Holländer auf ihrem Zweitwerk “We set out in the naked dawn” irgendwo in der Nähe von Noah and the Whale mit weiblicher Unterstützung. Da gibt es wirklich Schlimmeres. Country-Gitarren zurren sich durch das erste Lied “The best part”, bei dem “So let’s sing now in harmony” wirklich, wirklich harmonisch gesungen wird. Dazu eine gute Menge an “ah-ah-ah’s” und irgendwie ist man neugierig, was noch kommt.
Der Country-Einschlag bleibt definitiv erhalten, irgendwie passt es auch gut in die schottischen Highlands (ohne Dudelsack), dazu die sanfte Stimme von Sänger Jan Minaard, der über – was auch sonst – die Liebe singt. Das ist definitiv ein Grund, am Freitag von 22:00 – 23:00 beim Reeperbahn Festival die schöne Hasenschaukel anzusteuern. Und für Frühstaufsteher und Urlaubhaber kann vorher am selben Tag schon bei Gosch im Café Keese um 11:30 ein erster Eindruck von Wolf in Loveland gewonnen werden. (eh)
