James Vincet McMorrowWenn auf einem Album-Cover Palmen, ein Flamingo und ein Eisbär zu sehen sind, ist das vielleicht ‘ne Platte für Kinder. Oder ein Idylle vortäuschender, brachialer Punk-Kracher. Oder Fantasy-Musik. In diesem Fall das schon im Januar erschienene zweite Album von James Vincent McMorrow “Post Tropical“, das mit Gegensätzen aber erstmal gar nichts zu tun hat.

Auf den zweiten Blick vielleicht schon: Da hat sich jemand, der sich mit seinem ersten Album “Early In The Morning” gleich an die Spitze der Folk-Songwriter-Szene katapultiert hatte, einfach nicht dort weiter gemacht, wo er so erfolgreich gestartet war: Auf Post Tropical” tauchen auf einmal ganz neue Sounds auf und begibt sich der Ire in elektronische, R’n’B Klangwelten. Trotzdem erzählt er weiter seine ganz eigenen Geschichten, die man wirken lassen muss und die einen dann tief hineinziehen. Diesmal eben in einer anderen Sprache, wobei das alles kein radikaler Bruch ist, allein schon wegen der typischen, unverwechselbaren Stimme, auch wegen der Atmosphäre, die die Songs durchzieht.

Bevor im November eine Deluxe-Edition von Post Tropical” erscheint, gibt James Vincent Hamburg schon zum zweiten Mal in diesem Jahr die Ehre, und zwar schon am Dienstag, den 7. Oktober auf Kampnagel. Hoffentlich gibt’s dann auch das sich immer weiter aufschraubende “Cavalier” zu hören. (jb)

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