Prophezeiung: Saint Motel werden spätestens mit Erscheinen ihres 2. Albums (angekündigt für dieses Jahr) so richtig groß auf der Bildfläche sein. Sind sie eigentlich mindestens schon ein bisschen seit dem ersten Album Voyeur und ziemlich seit Mitte letztes Jahr die EP mit dem Titeltrack “My Type” für Aufmerksamkeit sorgte. Nicht verwunderlich bei einem Song, der die (kalifornische) Sonne herausposaunt (im wahrsten Sinn des Wortes) und dabei so geradlinig-druckvoll auf die Tanzfläche zielt.
Dabei ist das, was die Band bis jetzt so rausgebracht hat, alles andere als eindeutig, festgelegt. Voyeur ist voll von Ideen und Überraschungen, die Songs bringen einiges zu Gehör, was im Bereich zwischen Indie-Pop und Rock im weitesten Sinn gehen kann. Da ist zum Beispiel â€Daydream / Wetdream / Nightdreamâ€, das durch den mehrstufigen Aufbau an die ein oder andere Hymne von Arcade Fire erinnert. Bei â€Benny Goodman†lassen es die Bläser im Finale vom Feinsten krachen und bei “Puzzle Pieces†singt sich A/J Jackson die Seele bis in die höchsten Töne aus dem Leib, getrieben von den Gitarren und einem groovigen Piano.
Nachdem Saint Motel im Herbst schon in Teilen Europas getourt sind, kommen sie nun, jetzt, endlich auch in unsere Gegend, genauer gesagt am 26. Februar nach Hamburg, ins Knust. In Anbetracht des großen Aufwinds wird die Band in der kommenden Saison bestimmt auf dem einen oder anderen einschlägigen Festival zu erleben sein, trotzdem: Selber schuld, wer sich diese ganz sicher unglaublich energiegeladene Show hier um die Ecke entgehen lässt. (jb)
