Düster, sphärisch, schön. Für die einen ist es grandios einnehmender Synthie-Pop, für die anderen die Perfektionierung von Witch-House. Moment, Witch-House? Wie in „Hexenhaus“?  Müssen diese Genre-Schubladen eigentlich sein? Darüber philosophieren wir an dieser Stelle besser nicht – fest steht jedoch, dass Purity Ring mit ihrem Debüt „Shrines“ im Jahr 2012 Maßstäbe setzten, indem sie die elfenhafte Stimme von Megan James mit den Hip Hop-lastigen Melodiebögen von Corin Roddick verschmelzen ließen. Und egal, wie man es nennt, es hat eingeschlagen wie eine Bombe.

Ihr Stil fand im Laufe der Zeit zahlreiche Nachzügler, doch nur wenige Bands verstanden es, die geisterhafte Atmosphäre von Purity Ring einzufangen. In diesem Jahr kehren die beiden Kanadier mit dem Zweitwerk „Another Eternity“  zurück. Damit läuten sie Stufe zwei ihrer Erfolgskarriere ein, fahren aber dennoch weiter auf ihrer eigenen Genre-Schiene. Und das steht ihnen noch immer wahnsinnig gut.

„Turn the lights down, I wanna be alone“ singt Megan James in der aktuellen Single „Bodyache“. Den ersten Wunsch erfüllen wir gerne, beim zweiten wird es schwierig. Gemeinsam schmachtet es sich schließlich am schönsten. Wer sich mit dem fliegenden Teppich aus Beats, Samples und Gesang auf die Reise begeben möchte, der sollte sich den 21. April hinter die Ohren schreiben. Dann nämlich laden Purity Ring in den Gruenspan. Und diese Reise wird sicher unvergesslich. (dar)

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