Übervater Iggy Pop & Joshua Homme tun es also gemeinsam. Die Albumankündigung kaum verdaut, schiebt, oha, Livenation in Deutschland gleich mal zwei Konzert-Termine hinterher. Momente, für die man angesichts der viel zu vielen traurigen Nachrichten aus den vergangenen Wochen einfach nur glückselig und dankbar sein muss. Da sabbert also der Fan leise vor sich hin angesichts einer Platte, die, ohne auch nur einen Ton gehört zu haben, mit dem “Album des Jahres”-Sticker schon ab dem Presswerk versiegelt gehört. Es sei denn natürlich, kettcar … aber lassen wir das.
Welche Statements erwarten uns aber auf Pops Soloalbum Nummer Siebzehn? Warum steht da nichts über Punk im Titel “Post Pop Depression”? Dabei lebt der doch, wie die aktuelle Ausgabe der Visions mit einem spannenden Verweis auf Turbostaats “Abalonia” behauptet. Die nämlich haben gerade sehr erfolgreich einige hochspannende Nuancen zugefügt. Nichts, aber auch nichts anderes (nur in staubig, furztrocken & mindestens ebenso geil) ist als Erwartungshaltung im Vorfeld von “Post Pop Depression” legitim.
Bisschen blöd, dass ich gerade vorgestern die tolle Serie “True Detective” mit Sivert Hoyem assoziierte. Aber da ging es ja auch nur um die Musik. Und wenn der Norweger für den Soundtrack da drüben klar geht, sind Pop & Homme die neuen Hart & Cohle der Musikwelt. Und ja, ich drehe gerade ziemlich frei. Vor lauter Lust auf: Iggy Pop & Joshua Homme im Mehr-Theater am 8. Mai. Der Vorverkauf läuft in diesem Augenblick. (kel)
