Sigur Ros, Björk, FM Belfast – Mittlerweile sollte wirklich jeder wissen, dass Island die wahrscheinlich fleißigste Künstlerschmiede in Nordeuropa ist. Was will man auch machen, wenn es einen Großteil des Jahres düster und bitterkalt ein. Da spielt man entweder den ganzen Tag über Videospiele, oder schließt sich mit ein paar Freunden im Keller ein und macht Musik. Was bei derartigen Jam-Sessions hat die kontemporäre Musikgeschichte schon zur Genüge verdeutlicht.

vökIm vergangenen November habe ich Vök auf dem Iceland Airwaves Music Festival in Reykjavik gesehen und war – zu Beginn – recht skeptisch. Kann Margret Ran, mit ihrer zerbrechlichen Stimme, den riesigen Saal überhaupt ausfüllen? Ist die Kombination aus einem Saxophon und elektronischen Beats nicht doch schon etwas ausgelaugt? Die Antworten auf meine Fragen waren schnell gefunden: Ja und Nein.

Die beiden Gründungsmitglieder Margret Ran (Vocals) und Andri Mar (Saxophon) holen sich bei ihren Live-Performance den Gitarristen Olafur Alexander und Drummer Jon Valur dazu und kreieren so, mit einer nahezu klassischen Band-Besetzung, moderne, unterkühlte Pop-Musik mit deutlichen, elektronischen Einflüssen. Die Musik von Vök klingt nach weiten, frostigen Landschaften, heißen Quellen und nach schwarzen Lavamassen.

Am 4. März kommen Vök ins Häkken am Spielbudenplatz und wir können euch diesen Island-Urlaub fürs Gehirn wärmstens empfehlen. Tickets gibt es u.A. bei der Theaterkasse Schumacher zu erstehen. (hw)

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