Peter Licht – ein Künstlername, der so aussagekräftig ist, wie eine Portion Linsen mit Spätzle. Der medienscheue Kölner ist nicht nur Musiker, sondern auch Autor, was bei solch spitzfindigen und fragilen Texten, wie den seinigen, durchaus naheliegt. Herr Licht ist die Stimme der Kapitalismuskritik, verpackt in einen zarten, wohlschmeckenden Mantel aus Zuckerwatten-Indie-Pop. Peter Licht zeigt, dass man in der Sexismus-Debatte auch mal „Bitte, bitte, bitte“ sagen kann, ohne dabei an der Message zu sparen. Statt mit Ziegelsteinen wirft er mit fundierten Todschlag-Argumenten um sich.

Der Mann ist so schlau, dass er auch schon Theaterstücke geschrieben und inszeniert hat. Unter anderem auch „Der Geizige“ von Moliere und „Das Abhandenkommen der Staaten“ von … ja, klar, ihm selbst. Mal ganz ehrlich: Was hat der eigentlich nicht schon alles gemacht?! Wenn man von Spiegel, Zeit, TAZ und Co. mit jeder Veröffentlichung wieder in den blausten aller Himmel gelobt wird, dann könnte man sich eigentlich auch mal ausruhen. Doch daran scheint der umtriebige Alleskönner nicht zu denken. Weiter und weiter dreht sich sein Rad des meinungsschweren, deutschen Indie-Pop und das ist auch – ganz eigensinnig betrachtet – ziemlich gut so…

Und jetzt lasst uns alle gemeinsam den Kapitalismus zu Grabe tragen: „Vorbei, vorbei, vorbei, vorbei, vorbei! Jetzt isser endlich vorbei“ Am 6. März gibt Peter Licht auf Kampnagel ein Konzert. Karten hierfür gibt es bei der Theaterkasse Schumacher zu erstehen. (hw)

 

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