Kate TempestKate Tempest liest. Im Häkken am 2. Juni. Das überrascht nicht, denn: Kate Tempest redet. Spricht. Viel. Sehr viel sogar. Warum also zur Abwechslung nicht mal ein Buch schreiben? “Worauf du dich verlassen kannst” kann hier in einer kurzen Leseprobe angeteasert werden bevor die Tempest zu einem höchst sicherlich vergnüglichen Abend auf die Häkken-Bühne klettert. Viel besser noch wäre, die Sonst-Rapperin täte ihre Geschichten aus dem etwas anderen Großstadtrevier London direkt vom Häkken-Balkon auf die Reeperbahn regnen lassen. Oder wahlweise auch ausspucken.

“Momente voller Schönheit, Enttäuschung, Ehrgeiz und Scheitern” warten also, glaubt man dem Rowohlt-Verlag. Während Hoffnungen es nicht mal bis zur nächsten roten Ampel schaffen. Wer es hintergründig mag, findet alleine schon im Titel “Worauf du dich verlassen kannst” mehr Metaebenen als einzelne Worte. Wer nicht, findet trotzdem Platz und vielleicht auch selbst ein bisschen statt. Vierhundert Seiten lang. Ein paar davon an jenem Abend. (kel)

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