Das ist volle Granate Yolo-Swag! Sagt man das so in der Rap-Community? Naja, das mittlerweile fünfte Studioalbum von Josh Davis überzeugt von Anfang bis Ende, wenn man anfängliche Irritationen außer Acht lässt.
”The Mountain Will Fall†ist kein typisches DJ Shadow-Album. Trotz innovativen Samples, wie zum Beispiel einer orchestralen Spur aus Dario Baldan Bembo’s ”Prima Alba†in dem Titeltrack, verabschiedet sich der US-Amerikaner von den Sample-lastigen Produktionen, mit denen er bekannt wurde und konzentriert sich auf erstklassiges Arrangement und teilweise abgeschrägte Wechselspiele zwischen unruhigen Beats und sphärischen Synths. Mit The Mountain Will Fall beweißt DJ Shadow, dass er mehr ist, als nur ”The Sample Guyâ€.
Im Laufe der Albumproduktion hat Davis seine Komfortzone verlassen, den MPC und Pro Tools in die hinterste Ecke seines Studios verbannt und sich an eine, für ihn neue, Softwar gewagt: “Ich habe den Großteil des Albums mit Ableton Live aufgenommen. Für mich ein vollkommen neues Instrument, eine neue Art, Musik zu machen. Es gibt drei oder vier Songs, auf denen gar keine Samples zu hören sind – und allein das ist etwas Neues für michâ€, sagte er.
Besonders ”Nobody Speak†sorgt, dank eines Features von Run The Jewels, für angenehme Abwechslung auf dem größtenteils instrumentalen Album. Generell lässt sich sagen, dass die Tracks mit Gastbeiträgen, wie eben jener von Run The Jewels, dieses Album abwechslungsreich und hörbar machen.
Neben dem Hip-Hip-Duo aus New York sind auch Ernie Fresh, Matthew Halsall, G Jones, Bleep Bloop und Nils Frahm auf dem Album vertreten. Auch ”Bergschrundâ€, die Kollaboration mit dem Berliner Komponisten, erfüllt die Erwartungen, die man an einen der bekanntesten Hip Hip-Produzenten und ein zeitgenössisches Piano-Genie stellt. Genau deshalb ist ”The Mountain Will Fall†unser Album der Woche – Es ist ist nicht perfekt, nicht durchgängig unterhaltsam, aber es beinhaltet eben jene Tracks, die man sonst vergeblich sucht. Live am 5. Juli im Mojo.(hw)
