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Album der Woche: Pagan

Nein. Gar nicht. Nicht mal ein bisschen. Pagan spielen weder Black- noch … Pagan-Metal, nichts in der Richtung und doch ziemlich hartes Zeug. Hassle-Style, Post-Hardcore, angepisst, verkopft, wirr und chaotisch, mitreißend und ziemlich schön. Sehr schön, mehr als das.

„Black Wash“ ist das Debüt der australischen Band um Sängerin Nikki Brunnen, beheimatet auf dem Label von Brutus, Casey und Max Raptor – und ein ziemlicher  Brocken, ein leidenschaftliches, intensives Ding, das einen packt, mitreißt, beschäftigt und begeistert. Wenn Brunnen schreit und keift und manchmal (höre: „Fluorescent Snakes“) auch grunzt, wenn die Band mit Sinn und Verstand ballert und bollert, groovt und … ach, wenn sie alle zusammen so dermaßen auf die Kacke hauen. Dann ist das so gut, dann möchte man gerade nichts anderes hören.

„Black Wash“, Alter, das ist ein Debüt!, bietet so viel und bietet dabei nur Gutes. Atmosphärisches, Düsteres, fast schon Post-Rockiges wie „Il Malocchio Si Chiude“ und dezent Hardcore-Punkiges mit Frickelfaktor (zum Beispiel: „Silver“), Dumpfes wie „Blood Moon“ und Dreckiges wie „Year Of The Dog“, Converge-Verneigungen („The Greatest Love Songs“) und pure Hits wie „Death Before Disco“. Alter. Goldig (zumindest bei Finest Vinyl). Großartig! (mf)