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Album der Woche: Alice In Chains

Drei Alben haben Alice In Chains einst mit Layne Staley aufgenommen. Drei Monster, Klassiker, Lieblingsplatten, Platten für die Insel. Jetzt ebenfalls drei Alben haben Alice In Chains ohne Layne Staley, aber dafür mit William DuVall aufgenommen. Keine Klassiker bisher und aus Tradition keine für die Insel – aber ebenfalls Monster und Lieblingsalben. Ehrlich, alle drei, alle super. 2009 erschien „Black Gives Way To Blue“, 2013 „The Devil Put Dinosaurs Here“, heute erscheint „Rainier Fog“.

Ob man damals dabei gewesen sein muss, um diese Platten abzufeiern? Muss man Grunge erlebt haben, um „Rainier Fog“ partout nicht vom Player zu bekommen? Muss man alt sein und muss man die frühen Platten kennen und muss man diese hier wieder finden und sich darüber freuen, dass Alice In Chains heute wie damals klingen und sich dabei trotzdem in keinem Moment selbst covern? Verdammt, nein, natürlich nicht! Was für dumme Fragen! Lieber bei den klugen Menschen von Finest Vinyl kaufen.

„Rainier Fog“ ist ein wunderschönes Album. Aber so was von schön, so beeindruckend schön – und tatsächlich ein bisschen besonders. Denn erstmals seit über 20 Jahren nahmen Alice In Chains ein Album in ihrer Heimatstadt Seattle auf, obendrauf im Studio X, das früher mal Bad Animals hieß und in dem ihr selbstbetiteltes Album von 1995 entstanden ist. Geschichte, Digga.

The One You Know“ eröffnet das von Nick Raskulinecz produzierte und Joe Barresi (Queens Of The Stone Age, Tool) gemixte Album ein bisschen stampfend, ein bisschen nicht sofort geil, aber am Ende ganz schön sehr geil. Und die Band haut neun weitere Supersongs hinterher. Manche, wie „So Far Under„, das dunkel-kräftige und über sechs Minuten lange „Drone“ oder das beeindruckende „Never Fade“ gefallen sofort, andere brauchen ein, zwei, drei Runden. Das ruhige „Maybe“ zum Beispiel oder auch „Deaf Ears Blind Eyes“. Jeder einzelne aber wird am Ende geliebt. Jeder. Verdammte. Song. (mf)