Das Ende des Leidens

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Wir berichten von einem Briten, Mitte dreißig, der sich wie eine Raupe von der Hardcore Band Gallows über weitere Bandprojekte, die bei der Verpuppung halfen, bis hin zu seiner jetzigen Band Frank Carter & The Rattlesnakes zum Schmetterling im Hardcore-Rock Genre entwickelt hat. Wobei er sich wohl eher als Spinne  beschreiben würden: “Why a butterfly can’t love a spider” heißt der erste Song des aktuellen Albums “End Of Suffering”, das seit einem Monat veröffentlicht ist.

“End Of Suffering” ist eine rockige Abrechnung mit der eigenen Liebes(un)fähigkeit? Eine Hommage an die verflossene Dame seines Herzens, die der Spinne Carter nicht gewachsen war? Antworten sind nicht nötig. Während der zwölf Songs wird deutlich, dass Carter weiterhin unterwegs ist, dem Geheimnis der Liebe auf die Spur zu kommen oder offen mit dem umgeht was im Innen schmerzt.

Am 30. Oktober in der Markthalle -präsentier von: uns – wird er uns ganz sicher beim Bad in der Menge mit seinen Fühlern berühren. Frank Carter sucht nach wie vor die Nähe seiner Fans, scheut sich auch nicht seine eigene Angststörung öffentlich zu machen und in der Hymne “Anxiety”, zur Auseinandersetzung mit der Erkrankung zu ermutigen. Dieses dritte Album wurde in nur sechs Wochen im hitzigen Sommer in London aufgenommen, professionell Mithilfe gab es u.a. von Alan Moulder, der auch bei Queens Of The Stone Age schon mal beim Produzieren mitgewirkt hat. Ein Kracher ist es geworden, manchen vielleicht zu professionell, zu wenig rotzig. Der Live-Charakter dieser Band wird weiterhin ein Schlag ins Herz mit einem Tritt in den Hintern sein, das konnte gerade beim Primavera Festival begutachtet werden. Apropos Festival, beim Deichbrand treten Frank Carter & The Rattlesnakes auch auf.

Ganz frisch erschienen hier das brandneue Video zu dem neuen Song “Kitty Sucker”, sehr unterhaltsam und zur Überbrückung geeignet. (tk)

 

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