Der Juli brachte uns Sommer und Hitze und wir waren daher meist draußen. Aber eben nicht nur:

Weezer © Doreen Reichmann Photography

*** Weezer (2.7., Stadtpark Open Air) Rivers Cuomo im Anglerhut und Bügelfaltenhose. Weezer brachten mit Buddy Holly den perfekten Start in ein Best Of Set aus alten und neuen Hits und ließen kaum einen Song vermissen. Dazu sommerliche Temperaturen und ein mitsingfreudiges Publikum, was will man mehr. (dr)

*** The National und Adia Victoria (16.7., Stadtpark Open Air) Der Abend wurde von Adia Victoria eröffnet. Mir persönlich gefiel diese Mischung aus nicht zu schüchternen coolen Moves und chillig groovig treibenden Tunes richtig gut. Erinnerte mich irgendwie an Skye Edwards und Morcheeba mit mehr Blues als Trip Hop. Die Stimmung war also schon entspannt und gut als The National die Bühne enterten. Und was soll ich sagen: sie lieferten. Da guckte sogar die Sonne nach dem eher tristen Tag nochmal raus. Die Band hatte sichtlich Spaß – genauso viel wie das aufmerksam die Show verfolgende Publikum. Kein dummes Gesabbel neben einem. Begeisterte Applaus-Salven. Herzchen in den Augen. Warm ums Herz. Rundum wunderschön. (cR)

The National © Doreen Reichmann Photography

*** The National (16.07., Stadtpark Open Air) Auch Sonnenlicht, Lautstärkebeschränkung, Distanz zwischen Publikum und Band, sprich die üblichen Stadtparkthemen und die anfängliche hanseatische Zurückhaltung ließen Matt Berninger und die Dessner-Brüder nicht davon abbringen, einmal wieder eine großartige Stadtpark-Show abzuliefern. Wie von The National-Konzerten gewohnt, war der Beginn der Setlist von Liedern des neuen Albums geprägt, aber im Laufe des Sets folgten natürlich auch Songs wie “Mr. November” und “Vanderlyle Crybaby Geeks”. We <3 The National! (dr)

*** Me and Reas / Odeville / Lina Maly (24.7., Knust Acoustics) Der Abend wurde durch die Indie Pop Band Me and Reas eröffnet. Dann trat Odeville auf. Wie wir es schon kennen, sang der Sänger auch auf den Tischen und zum Glück nicht auf dem Dach. Der ganze Lattenplatz tanzte und amüsierte sich bei sommerlichem Wetter. Zum Schluss zeigte uns Lina Maly noch ihr Können mit sanften Tönen. Es war wie immer bei den Knust Acoustics ein schöner Abend. (fs)

*** Royal Blood (24.7., Große Freiheit 36) Die Freiheit bei 36 Grad draußen – es gibt schönere Orte, an denen man seinen Abend verbringen will. Aber für die beiden Briten mit ihrem leicht prolligen Gehabe geht man doch freiwillig in die Sauna und es wurde geboten, was man sich erhofft hat: Dynamischer Blues-Rock mit verzerrtem E-Gitarresken Bass und enthusiastischem, recht jungem Publikum. Das war vielleicht kein Abriss wie bei den Foals, aber Spaß hat es gemacht! (eh)

*** KLAN (25.7., Sommer in Altona) Dieses erste Mal, das man nie vergisst. Und plötzlich ist dieses Feuerwerk auf der Haut wieder im vollen Gange. Beim Sommer in Altona übertrafen sich KLAN mit ihrer energiegeladenen Show diesmal sogar selbst. Micha fegte gerade so über die Bühne als gebe es kein Morgen mehr. Und neben vielen neuen Songs, die gerade im Vergleich zum ersten Album, etwas leichter wirkten, war auch “Mama” in ihrer besten Version zurück. Oh man, was haben wir getanzt und es abgefeiert, wie unser liebster Frontmann endlich wieder ausbricht und alles aus sich herausschreit. Wie sehr haben wir genau diese Version lange Zeit vermisst, als sie mit Leichtigkeit versehen wurde, die hier einfach nicht hingehört. Wohl mit Abstand ihre stärkte Show, zumindest bei uns im Norden. (tki)

*** Herbstbrüder (27.7., Kombüsen Konzerte) Das Konzert an Bord war einfach nur wundervoll. Wir hörten den Wahlberlinern gerne zu, während wir mit untergehender Sonne auf der Elbe an Containerschiffen vorbei zogen. Es gibt nichts schöneres als ein kleines Konzert auf der Fähre bei so schöner Kulisse zu genießen. (fs)

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