Fuck! Fuck! Fuck! Was für ein Fest war das denn bitte? Zusammengequetscht wie die Sardinen in der Büchse und eigentlich sind die sogar ein Scheiß dagegen. Zu ihrem 20-Jährigen rissen Mando Diao in gewohnter Manier den rappelvollen Bahnhof Pauli ab. Hier ging wirklich nix mehr vor und zurück. Fast schon Ehrengäste des Reeperbahn Festivals, im Hinblick auf ihre Show am 22. November in der Sporthalle. Ja, warum spielen die denn nicht in einer größeren Venue? Ja, warum bloß? Exklusivität und so. Weil geil. Und weil sie es einfach drauf haben. Und genau mit diesem Charme haben sie die guten alten Zeiten zurück gebracht. Diese Euphorie, dieses “Dance With Somebody”. Dabei sind sie weit mehr als dieser Hit.

Und man muss sagen Björn Dixgård ist schon so ein Fall für sich mit seiner ach so strengen Fuck Attitüde, die von Song zu Song immer wieder durchbrochen wird. Noch immer klebt der spritzende Schweiß und dieses penetrante Aftershave des Schweden an uns. Hier wurden nicht nur Plektren ausgespuckt und passiv-aggressiv mit Handtüchern geworfen, hier wurde auch eine neue Ära eingeläutet. Mando Diao sind nach wie vor auf gerader Strecke unterwegs und doch tanzen sie energetisch einen Seilakt zwischen alten und neuen Zeiten, die auf eine sehr aufregende neue Rock’n’Roll-Platte hoffen lassen. Im November geht es dann mit “Bang” in die nächste Runde. Macht euch schon mal warm. (tki)

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