Gegensätzlicher können Hörerlebnisse mitunter nicht sein. Und überraschender irgendwie auch nicht. Wir wollten eigentlich gerade zehn Jahre Erinnerung an Kevin Devines sagenhaftes Album „Brothers Blood“ zur Feierei des Tages erklären, da grätscht unversehens „Nevermind“ von der Seite hinein. Na, auch gut. Aber wieso?

Beginnen wir mit Folk, mit Indie und Akustik. Das ist nämlich ebenso leicht erzählt wie gerne immer wieder gehört. Regionaler Höhepunkt: Am 6. Februar wird der Songwriter Kevin Devine im Rahmen seiner „A Solo Acoustic Tour Celebrating 10 Years of Brothers Blood“ in der gemütlichen Hebebühne zu Gast sein. Dass derselbe Kevin Devine an der aktuellen Spitze seiner auf Spotify verfügbaren Werke Nirvanas „Nevermind“ in voller Länge und Band- wie Lautstärke präsentiert, geht indes auf das Jahr 2012 zurück. Und wahrscheinlich ebenso auf den Charakterzug „Nerd“. Unterscheidet sich Devines Grunge-Verneigung darauf tatsächlich nämlich nur marginal vom eigentlich unantastbaren Original.

Wer sich nun wieder erden und zurückbesinnen will auf „Brothers Blood“, wählt dort den epischen Titelsong von knapp acht Minuten Spielzeit, zündet ein Licht an und freut sich jetzt schon auf die beseelte Rückfahrt vom Konzert am 6. Februar in der Hebebühne. Dann vielleicht mit Neil Young oder Madrugada im Ohr? (kel)

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