Richard Marx: Right Here Limitless

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Neulich. Nostalgie-Anfall, in den Gedanken wühlen, einfach mal wieder hören. “Angelia” von Richard Marx. Passte ja, schließlich hat der Mann gerade eine neue Platte am Start. Aber erst: “Angelia”, aus Nostalgie wird Schmacht, was war das damals schön. Doch dann. Die Frau. “Mach das aus”. Und sie macht aus. Und Faith No More an. “Stripsearch”. Auch alt, anders, Anfall beendet.

Jetzt aber: “Limitless”. Genau dieses neue Album von Richard Marx, das erste seit vier Jahre. Letzte Woche ist es erschienen, schnell klingt es tatsächlich: vertraut. Nicht alles und nicht, weil es so klingt wie damals, wie immer, weil es nur Kitsch, Klavier und Ballade gibt. Gibt es natürlich auch “Love Affair That Lasts Forever” heißen sie, oder “Not In Love” und irgendwie gehört auch “Break My Heart Tonight” in diese Reihe. Kurz vor: Schmacht.

“Limitless” ist aber tatsächlich mehr, kann mehr, überrascht sogar. Es gibt Uptempo und gute Laune (“Front Row Seat“) und es klingt trotzdem nach Richard Marx. Sogar die elektronische Spielereien wie im Titeltrack klingen nach ihm, auch “Another One Down” und dabei ist das das Gegenteil von “Right Here Waiting“. Reicht aber nicht, es gibt ein Duett mit Country-Sängerin Jana Kramer, 80er Gitarren-Pop (“All Along”), es gibt am Ende ein Dutzend neuer Songs. Nicht alle sind klasse, ein “Angelia” ist nicht dabei, wer damals dabei war und dem es nicht peinlich ist, der findet hier aber trotzdem was. Und findet sich vielleicht auch am 16. März in der Fabrik wieder. Richard Marx live. Nostalgie live. (mf)

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