Stimmte damals, stimmt jetzt. “Das ist keine leichte Kost, das ist zwar manchmal butterweich, manchmal aber auch ganz schön nervig – aber immer ziemlich wundervoll. Und dabei unbeschreiblich”, schrieben wir vor drei Jahren zum Millionaire-Album “Sciencing”. Und genau das schreiben wir jetzt auch in der Rezension zum Nachfolger, den wir ebenfalls zum Album der Woche küren. Selbstverständlich! Was sich ebenfalls wiederholt: die Begeisterung. Was ist das Ding hier wieder derbe gut! Hashtag: Liebe.

Zehn Songs (und ein Interlude) haben die Belgier um Tim Vanhamel (früher mal bei: Evil Superstars und dEUS) für “Applz≠Appl” aufgenommen, der eine passt in diese, der andere in jene Schublade, das Album im Ganzen dagegen in keine einzige. Außer es stünde “Millionaire” drauf …

Cornucopia” eröffnet (und läuft auch hier) den Spaß und macht direkt klar: Das hier ist kein normales Album, hier passiert etwas, hier tobt sich jemand aus. Durch Blues, Acid, Fuzz, Funk, Psychedelic, Rock N Roll und Pop, einmal um die die Welt und wieder zurück. Immer auf den Punkt, immer, einfach immer: spannend! Klasse. Album der Woche!

Manches kommt stoisch, fast schon penetrant trocken (“Strange Days”), anderes extra-verspielt und kurz vor albern (“Selected Garden Works”) oder voller dunklem Groove und Hip Hop-Charme (“Can’t Stop The Noise“). Ein “Los Romanticos” mischt Tarantino mit Jon Spencer, “Dig A Ditch” ist Western, Disco und Stoner in einem, “Blue Mountains, White Sky” einfach ein großer, langer, großer, langer, großer, langer Trip.

Wobei genau genommen das ganze Album “Applz≠Appl” ein großer, langer, großer, langer, großer, langer Trip ist. Ein Abenteuer, ein Erlebnis, ein Album der Woche. Bei den Tripmastern von Finest Vinyl könnt ihr es und müsst ihr es kaufen. Für den Besuch einer Millionaire-Show müsst ihr nach Belgien oder in die Niederlanden fahren. Stand jetzt … (mf)

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