Neulich. Man sitzt so rum. Liest ein Buch. Kinder im Bett, Musik an. Vor dem Genuss aber: Bisschen stöbern, hier gucken, da ausprobieren. Und dann: “Lass das mal an, das ist gut!”. Sagt die Frau. Oh, sie hört mit. Sie hat Ahnung. Und entschieden.

Nadia Reid läuft. Eine neuseeländische Sängerin, die am 6. März erst ihr neues, dieses Album veröffentlicht hat. “Out Of My Province”, beheimatet auf Spacebomb und ziemlich schön. Chillig kann man sagen, meistens gemütlich, warm und im allerbesten Sinne und trotz Streichern und mehr überhaupt nicht spektakulär. Eher so zwischen Singer/Songwriterin, Pop und ein bisschen Folk und manchmal auch mit ein ganz bisschen mehr Dampf (“Oh Candada“). Doch wie auch immer, die Frau hat eine tolle Stimme, sie singt tolle Songs, denen man zuhören, die man aber auch nur hören kann, sie hat eine richtig feine Platte gemacht. Punkt! Hier laufen zudem “Get The Devil Out” und “Best Thing“. Dafür bitte: hinsetzen.

Spitzenübergang: Nadia Reid saß nicht, als sie diese Songs schrieb. Sie war unterwegs, auf Tour. “‘Out of My Province‘ ist definitiv ein Reisealbum, es sind Road-Songs!”, sagt sie selbst. “Für mich geht es bei Orten um Menschen. Wenn ich mich mit einer Person verbinde, werde ich mich daran erinnern. Mehr als an ein historisches Gebäude oder eine historische Ansicht. Es ist mein Grund, das zu tun.” Was sie auch weiter tut: touren. Am 20. April spielt sie im Aalhaus. (mf)

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