Ob Jim Kroft dem perfekten Popsong auf “The Hermit & The Hedonist” (Vö: 21. Oktober) in die Quere kommt? So ganz sicher sind wir uns auch nicht. Wenn jedoch auch stimmlich hier gar nichts an einen Richard Ashcroft erinnert, die Steicher und ein zuweilen auch etwas verdeckter Hang zum Folk gestalten “The Hermit & The Hedonist” schon irgendwie mit The Verve-Erbgut aus.
Ohne aber sicherlich an irgendeiner Stelle deren Wucht und Brumme zu erreichen. Am Ende des Tages sind die elf smarten Stücke dann allesamt tauglich für das ARD-Radio-Nachtprogramm oder die blaue Stunde am Nachmittag. Am selben Rande des Tages fehlt aber auch dieser eine kleine Funken, die hedonistische Arroganz oder die heimliche Hymne eines glücklichen Einsiedlers, um “The Hermit & The Hedonist” nicht nur als Anwärter für den Albumtitel des Jahres 2011 durchgehen zu lassen. Zudem bleibt die Frage, warum der schöne Gesang an den mehrstimmigen Stellen eigentlich so frappierend an Smokie erinnert. 15. Januar | Gruenspan (als Support von The Pusher). (kel)