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Interview und Verlosung: Biffy Clyro

Die besten Dinge passieren plötzlich und unerwartet. Rückblick. 2012. Kurz vor knapp verkünden Biffy Clyro, dass sie 8. November im Knust spielen werden. Die Tickets sind innerhalb von Minuten weg, die Vorfreude steigt dafür ins Unermessliche. Die Show vor knallvollem Haus: ein Siegeszug. Es ist viel passiert seit ihrem 2009er Meisterstück „Only Revolutions“, das merkt man. Vom ewigen Geheimtipp zum abgefeierten Heilsbringer des guten, alten Alternative Rocks. Das Schottentrio liefert an diesem Abend wie immer die perfekte Rockshow: verschwitzt, emotional, maximal mitsingtauglich. Und das Knust rastet aus.

Wir haben Ehre und Vergnügen, die sympathischen Drei von Biffy Clyro tags darauf zum Interview zu treffen. Simon Neil, kaum wiederzuerkennen in schwarzer Robe, mit zurückgegeltem Haar und fast schon schüchtern. Die Zwillinge Ben und James Johnston so gar nicht zerrockt, sondern gut erholt und Croissants mümmelnd in Plauderlaune. Eine Menge Fragen brennen uns unter den Nägeln: zum neuen Doppelalbum „Opposites“, das wir in Teilen schon Probe hören durften.  Zu den Aufnahmen in Los Angeles, wo die Platte entstanden ist. Und wie die Show im Knust für sie war, natürlich. „Die heißeste Show, die wir jemals gespielt haben!“, stöhnt Simon. Und dabei hatten die drei Herren nicht mal ein Shirt an…

Danke erst einmal für das großartige Konzert! Es war in der Tat ziemlich heiß im Knust, nicht nur auf der Bühne… Eure erste Show in Hamburg überhaupt fand an gleicher Stelle statt, 2004 war das. Gestern Abend stand jemand neben uns, der damals mit dabei und zu Recht mächtig stolz darauf war. Seine Rufe nach „Toys“ blieben aber unerhört, obwohl er schlimmer am Fangirlen war als alle Ladys in der ersten Reihe zusammen… Habt ihr denn noch Erinnerungen an den Auftritt?

Ben: Ja, auch wenn es mir jetzt so vorkommt, als wenn wir damals eine komplett andere Band waren als jetzt. Das Konzert war unsere zweite Show in Deutschland überhaupt und die erste als Headliner. Es war aber definitiv das beste Konzert der gesamten Tour! Das Video zu „Toys, Toys, Toys, Choke, Toys, Toys, Toys“ hat sogar Szenen aus dem Knust mit drin.

Das letzte Mal hier in Hamburg konnte man euch 2009 live sehen. Seitdem ist eine ganze Menge mit Biffy Clyro passiert. Ihr habt mit Muse im Wembley Stadium in London gespielt und 85.000 Menschen weggeblasen. Die Wembley Arena nebenan habt ihr nach einer umjubelten UK-Tour ausverkauft und den Auftritt auf einer großartigen Live CD/DVD verewigt. Mit den Foo Fighters habt ihr zwei Nächte lang den legendären Milton Keynes Bowl bespielt. Und nebenbei zahlreiche Festivals in Großbritannien geheadlined …

Simon: … und plötzlich ergibt das Leben den perfekten Sinn! (Lachen)

Ist es nicht auch super, endlich mal neues Material zu haben, das man live spielen kann? Und nicht immer nur die „alten Schinken“ und Hits wie „Many of Horror“ und „Mountains“, die natürlich alle hören wollen?

Simon: Wenn man wie wir zwei Jahre lang mit einer beinahe identischen Setlist getourt ist, dann ist es wirklich sehr nett, wenn neue Songs dazukommen. Das sorgt auch dafür, dass die Lieder, die wir gefühlt schon tausend Mal gespielt haben, sich wieder frisch anhören. Es verändert ihren Kontext, was uns einerseits mental gesund hält und uns andererseits weiterbringt in dem, was wir machen. Aber es macht es uns auch schwerer, aus den vielen Songs eine Setlist zusammenzustellen. Weil wir auch immer Songs von unserer ersten Platte spielen wollen, die uns immer noch wichtig ist und schließlich zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Bei sechs Studioalben wird es aber langsam kritisch, eine Auswahl zu treffen.

Glaubt ihr denn, dass jemand, der eure Musik vorher gar nicht kannte und euch dann live sieht, den Unterschied zwischen alten und neuen Songs ausmachen könnte?

Simon: So jemand würde die Songs vermutlich genau umgekehrt zuordnen: die neuen Sachen in die Frühphase und den vertrackten, eher merkwürdigen Kram ins Heute. Aber wir haben immer versucht, auf jedem Album und selbst bei jedem Song unterschiedliche Dinge zu machen.

In einem Interviews für den WDR Rockpalast habt ihr der Interviewerin von der Mariachi-Band erzählt. Sie dachte, ihr wollt sie verarschen. Passiert euch das häufiger, wenn ihr vom neuen Album berichtet?

(Lachen)

Ben: Ja, insbesondere wenn wir die Stepptänzer erwähnen… Nicht gerade selten hören wir so was wie „Hm, is‘ klar!“ Und jeder stempelt „Spanish Radio“ auch gleich als witzige Nummer ab. Aber ist es gar nicht!

Gestern haben wir die Dudelsäcke und die Mariachi-Band auf der Bühne auch etwas vermisst! Bei der richtigen Tour zum Album dann vielleicht?

Simon: Das müsste dann ein Schotte sein, der alles beherrscht – und steppen kann. Schwierig!

Interview: Marion Müller-Klausch & Mathias Frank

Das komplette Interview gibt es bei POP FRONTAL.

Noch mehr? Noch mehr. Am 20. Februar spielen Biffy Clyro in der Großen Freiheit 36. Aus diesem Anlass verlosen wir zwei Biffy-Pakete bestehend aus Shirt, Beutel und Buton-Set. Schickt uns eine Mail mit eurer Shirt-Größe, eurer Adresse und dem Betreff „Biffy-Pakete“ an verlosung(at)concert-news.de. Viel Glück.


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