Wir machen das eigentlich nicht so gerne. Hat immer was von “Ätsch, wir haben sie schon gehört!” Aber in diesem Fall geht es leider nicht anders. Denn Prong, diese geilen Typen, kommen ERST nach Hamburg. Und veröffentlichen DANN ihr Album. Genauer gesagt: ihr wahnsinnig gutes, ihr grandioses, ihr monumental wichtiges Album.
“Ruining Lives” erscheint am 28. April, schon am 17. April spielen Prong im Knust. Und beides fällt unter Pflicht. Keine Ausreden möglich, keine Alternative akzeptabel. Über das Cover kann man vielleicht noch diskutieren, über die Musik nicht. Die kann man nur gnadenlos abfeiern, lieben und immer und immer wieder hören.
“Auf diesem Album sind mehr großartige Songs als auf allen anderen Prong-Alben”, sagt Tommy Victor, Chef vom Ganzen. Und verdammt, “Cleansing” hin, “Rude Awakening” her – der Mann hat Recht. Solch eine Dichte an Hits – ist nun “Remove, Separate Self” der beste Prong-Song aller Zeiten oder doch “Self Will Run Riot”? – hatte wohl noch kein Album, eine solch geniale Mischung aus Stimmungen und Stilen, aus Metal, Hardcore, Post-Punk und Industrial. Und doch ist am Ende jeder Song weder Hardcore noch Metal, sondern einfach nur Prong. Punkt.
Weil Prong schon immer (und hoffentlich auch für immer …) einzigartig waren, weil sie Sachen machen und machten, die kein anderer macht und machte. Ob die oben erwähnten Nummern, ob das so unfassbar mitreißende “Windows Shut”, der bissige Titeltrack mit seinen Monster-Riffs und Schlagzeug-Attacken oder das tatsächlich erhabene “Come To Realize” – unfassbar großartig das Ganze.
Und unfassbar bald schon live. Am 17. April sind Prong im Knust. (mf)
