Dem Arcade Fire-Vergleich werden sie so schnell wohl nicht entkommen. Schon das erste Album von Fanfarlo hat diesen Vergleich gerade zu herausgefordert. Beim ihrem neuen Werk “Rooms Filled With Lights” sieht das nicht anders aus. Das Indie-Folk-Quintett nutzt mehr Synthie-Effekte und klingt so nicht nur etwas nach den 80ern, sondern auch mehr nach Arcade Fire.
Das Album bietet zwar keinen Überflieger im Stil von “The Walls Are Coming Down”, aber dadurch, dass dem Schaffen von Bandmitglied Cathy Lucas mehr Platz eingeräumt wird, wirkt das Potenzial der Band besser ausgenutzt. Einer der größten Hits der Platte ist vermutlich “Tanguska”, der es bisher noch nicht zur Single-Auskopplung gebracht hat. Das Stück erinnert sogar leicht an das letzte Beirut-Album “The Rip Tide”. Insgesamt ist Fanfarlo so eine in voller Länge gut zu hörende Frühlingsplatte gelungen, die aber leider nicht ganz mit dem Vorgänger mithalten kann.
Live kann das neue Werk am 28. April im Uebel & Gefährlich bewundert werden. Neben den neueren elektronischeren Stücken gibt es selbstverständlich auch die alten Hymnen zu hören. (ak)