Eigentlich ist auf “Ok Hunter” schon nach den ersten dreißig Sekunden klar, was die Indie-Gitarre geschlagen hat. Wer das erste Stück “Kids explode” schon so nennt und steil aufbaut, bedarf eigentlich gar keiner weiteren Ausführungen über Dynamiken mehr. Selbst wenn Stun aus Bremen sich in totaler Abgrenzung von “musikintellektuellen Kontexten” eigentlich ganz wohlfühlen: Am Ende sind es doch die, von Johann Dallmeyer (Bass) zitierten, The Notwist, Mogwai oder The National, an denen entlang Stun sich die Kante geben.
Glatt ist ja am Ende des langen Tages auch wieder ganz anders und spätestens mit einem frühen Brocken wie “Ruins in the past” stolpert “Ok Hunter” über reichlich Stöckchen im Gelände, das eh schon mit reichlich engen Passagen zwischen erkaltetem Lava-Geröll versehen ist, bevor die Bläser in “Summer” und “Love” scheinbar wenigstens alle Wolken als Himmelsbegrenzung vertreiben. Die machen den Weg frei. Wem das übrigens nicht reicht, der erfreut sich am wunderschön gestalteten Booklet. Konzerttermine bisher nur in der Bremer Ecke aber wir bleiben da mal am Ball. (kel)
