Wolves Like Us im Hafenklang? Moment, da war doch mal was? Und nun morgen, am 2. Mai kehren die “Hardcorewölfe” zusammen mit Junius in ihre Hamburger Höhle zurück, die nach dem Feiertag eh noch “brennen” dürfte. Wir hatten vorher noch so drei bis fünf Fragen. Zum Beispiel:

Wann habt ihr euch dazu entschlossen und was hat euch dazu bewogen, die Band Wolves Like Us ins Leben zu rufen?

Wir kannten uns alle schon sehr lange aus Oslo und waren alle auch schon in diversen Hardcore/Punk/Rock Bands. Da kennt man sich dann in Oslo einfach durch die Musik. Letzten Endes hatten wir dann 2010 die Idee, gemeinsam eine Band zu gründen. Lars und ich hatten schon vorher mal zusammen gearbeitet und unsere damaligen Bands legten eine unbestimmte Pause ein. Und auf einer Party, es muss im Januar/Februar 2010 gewesen sein, konkretisierten wir die Idee, gemeinsam Musik zu machen.

Ich war ein riesen Fan von Lars Band Infidels Forever und war sehr überrascht und nahezu sprachlos, dass auch Toy und Espen von Infidels Forever sich uns anschließen wollten. Wir mussten allerdings noch ungefähr einen Monat warten, bis wir mit dem Proben anfangen konnten, da Espen sich beim Snowboarden den Arm gebrochen hatte, hehe … Unsere erste offizielle Session war dann am 26. März 2010.

Wie du schon sagtest habt ihr alle bereits in Bands gespielt. Was macht Wolves Like Us nun so besonders?

Es ist die Art Band, die wir alle eigentlich schon immer starten wollten, es aber aus verschiedensten Gründen nie dazu kam. Es ist die Art Musik die wir alle schon immer spielen wollten, aber es nie in die damalige Zeit gepasst hat. Wolves Like Us beinhaltet alles, was wir an Musik lieben. Wir könnten alle momentan in musikalischer Hinsicht also nicht glücklicher sein. Ich denke ich spreche für alle Bandmitglieder wenn ich sage, dass wir uns unsere eigene “Traum-Band” geschaffen haben. Und zudem sind wir alle auch sehr gute Freunde, was nicht selbstverständlich in einer Band ist.

Euer Debut-Album “Late Love” ist letztes Jahr erschienen und ich denke mal, dass ihr seit dem so ziemlich konstant auf Tour gewesen seid. Habt ihr auf Tour eigentlich die Zeit und die Kreativität die es braucht, um neue Songs zu schreiben. Oder findet dieser Schaffensprozess nur im Proberaum statt?

Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viel live gespielt, das stimmt. Aber wir alle haben auch sog. “normale Leben” und arbeiten ganz regulär in anderen Jobs. Immer wenn wir zuhause sind, nehmen wir uns ein wenig Auszeit und treffen uns dann relativ bald wieder, um zu jammen. Wolves Like Us ist ja immer noch eine neue Band und wir befinden uns immer in einer Art Prozess, den richtigen Sound für uns zu finden. Das wird auch noch eine Weile so andauern und das ist es aber auch, was die nötige Energie innerhalb der Band ausmacht und das Level gleichermaßen hochhält. Wir haben ca. 5-6 neue Songs geschrieben und auf der kommenden Tour werden wir davon mindestens einen live spielen.

Wenn du nur drei Bands nennen könntest, die euch musikalisch gesehen am meisten beeinflusst haben, was wären deine Antworten?

Hm.. sehr schwierige Frage. Nur drei? Ich denke ich würde antworten: The Afghan Whigs, Planes Mistaken For Stars und Quicksand.

Beschreibe doch mal bitte einen typischen Wolves-Tag für uns, wie sieht so ein Tag aus?

Ich denke du spielst auf einen Tour-Tag an, richtig? Tja, wir wachen morgens in einem Hotelzimmer, in einer Wohnung oder im Venue selbst auf, frühstücken, trinken enorm viel Kaffee, setzen uns zumeist für unheimliche viele Stunden in den Van und hören den ganzen Tag unsere Lieblingsbands. Irgendwann erreichen wir die Konzertlocation, treffen all die netten Leute, die dort arbeiten, essen, laden aus, machen Soundcheck, checken im Hotel ein oder werden zu unserem Schlafplatz gefahren. Dann gibt es Essen, die ersten Biere werden getrunken, wir bauen den Merch-Stand auf, schauen die Support-Band an (sofern es eine gibt), wärmen uns ein wenig für die Show auf, spielen etwa 50 Minuten, trinken Bier, sprechen mit den Leuten, die unser Konzert besucht haben, packen unser Zeug wieder in den Van und verbringen in der Regel den restlichen Abend an der Bar. Und am Folgetag beginnt dann das ganze Prozedere wieder von vorne.

Interview: Kai Winter

 

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