So, Leute, unser Album der Woche hört auf den klangvollen Namen „All Things With Love“ und ist das Werk einer Band namens The Shh. The WHAT? Naja, The Shh eben. Wir nehmen das mal zum Anlass, um unter den geneigten Lesern ein wenig partytaugliches Nerd-Wissen zu streuen. SHH ist mitunter in Biologie, bzw. Biochemie die Abkürzung für ‚Sonic Hedgehog‘, ein Protein, das während der Embryonalentwicklung die Anpassung von Zellen an äußere Gegebenheiten beeinflusst.

So kann das SHH beispielsweise dafür sorgen, dass Finger und Zehen da sind, wo sie sein sollen – nämlich an Händen und Füssen und sonst nirgends – und auch auf die Bereiche Haare, Augen, Lunge, Zähne etc. kann es sich auswirken. Ein echter Allrounder also, der tatsächlich nach dem blauen Videospiel Igel benannt wurde. Hätte also auch Tetris oder Super Mario werden können. Lehrauftrags-Modus aus.

Ob nun Alison Galea oder Ian Schranz einen Abschluss in Biochemie haben, ist leider (noch) nicht überliefert. Was allerdings unumstößlich feststeht, ist, dass sich das Debüt des maltesischen Duos schon beim ersten Hören umgehend auf diverse Körperteile auswirkt. Man passt sich also praktisch tatsächlich seiner Umgebung an. Zu den Ohren rein und dann geht´s weiter. „So Over“ heißt der erste Track und ist zum Glück nicht Programm, es geht ja grad erst los.

Was allerdings Programm ist, ist „All Things With Love“. Um das alle irgendwie betreffende Thema geht es nämlich in jedem der elf Songs, mit Ausnahme von „Instrumental“ vielleicht. Da brennt es lichterloh in „Burning Love“ vor Sehnsucht und nur wenig später heißt es „you´re the antichrist of love“ („Antichrist Of Love“), wie es eben immer so geht, auf und ab, in guten, wie in schlechten Tagen. Das Alles nicht wahnsinnig aufwändig instrumentiert, immer ausgewogen, Instrumente und Stimmen.

Wie ein Mann und eine Frau eine Band machen wissen wir schon seit Anfang der 00er Jahre und dass sie das richtig gut machen auch. The Shh haben es geschafft ein Album aufzunehmen, dem es egal ist, in welchem „Liebeszustand“ sich der Hörer gerade befindet. Es wird nie ganz leise, auch nie ganz laut und doch hat es für jeden etwas. Hier müssen keine Verwünschungen in die Welt geschrien werden, hier muss niemand säuselnd umgarnt werden. Hier möchte man einfach nur ständig mit trällern, egal, ob man gerade vor Liebe brennt, oder gerade dem Liebes-Antichrist der Stunde über den Weg gelaufen ist.

Vielleicht also doch das Protein, das im Körper das Thema Liebe anstupst, auf die äußeren Gegebenheit trimmt und dort hin sortiert, wo es eben gerade hingehört: The Shh. Oder einfach nur THE SHHit! funktioniert ja auch in beide Richtungen. Fangen wir also wieder vorne an, „So Over“ for now. Jetzt das Album verinnerlichen und dann am 21. Dezember ab zum Konzert im Uebel & Gefährlich und auf das Fest der Liebe vorbereiten. (mh)

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