Man kommt einfach nicht drumrum um dieses Island und seine Musiker, scheinen immer mehr Bands über den Atlantik zu uns rüberzuschwappen, hier auf Tour zu gehen. Nicht anders machen es Hjaltalin, die kein unbekannter Name mehr sind im diesländischen Indiezirkus. Mit ihrem Debüt “Sleepdrunk Seasons” schlugen sie damals in den Indie-Kosmos ein, es war die Rede von einer weiteren isländischen Band, denen man ihren Elfenglauben anhört. Ob dieser Glaube vorhanden ist, ist hier Nebensache. Klar ist, dass der im letzten September erschienene Drittling “Enter4” (Sleepdrunk) seinen Vorgängern in Nichts nachsteht. Eher im Gegenteil.

Hjaltalin besteht seit ihrem zweiten Album “Terminal” von 2009 und aktuell aus den sieben Musikern Axel Haraldsson (Schlagzeug), Gudmundur Óskar Gudmundssson (Bass), Hjörtur Ingvi Jóhansson (Piano, Keyboard), Högni Egilsson (Gesang, Gitarre), Rebekka Bryndís Björnsdóttir (Fagott, Perkussion), Sigrídur Thorlacius (Gesang) und Viktor Orri Árnason (Violine). Damals spielten sie auch auf renomierten Festivals wie dem Roskilde, Latitude und dem Haldern Pop. Jenes Album spielten sie 2010 mehrmals mit dem Icelandic Symphony Orchestra und diese Herangehensweise an ihre Musik hört man auch “Enter4” an.

Eine Genre-mäßige Einordnung fällt schwer, da sich Hjaltalin an ganz unterschiedlichen Einflüssen bedienen, welche von isländischem Folk, über Soul, TripHop und R’n’B reichen. Mal sphärisch flüsternd wie bei  “Ethereal”, mal bombastisch orchestral wie bei “On The Peninsula” und dann wieder sehr poppig bei “We”. Musik so vielseitig wie das Land aus dem sie stammt. So zauberhaft, wie meinetwegen die Elfen, an die man bei der Musik glauben kann, so wunderschön und zerbrechlich stark wie Musik eben sein kann. Zusammen mit Hjaltalin könnt ihr eine musikalische Reise ins Land aus Eis, Wind und Feuer am 4. März im Mojo Club antreten.

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