Die schlechte Nachricht: Das Sisters Of Mercy-Konzert im Docks (26. Mai) ist schon längst ausverkauft. Die gute Nachricht: Unser Fairverkauf kann oft noch was. Die überflüssige Frage nach einem neuen Album beantwortet sich derweil vermutlich schon beim Blick auf die unabdingbar herrliche Internetz 1.0-Seite der, nun ja, Band um ihro Gnaden Andrew zu Eldritch. Aber lachet nicht in grundloser Überheblichkeit.
Wer sich in das digitale Schwesternreich begibt und auf den abgründigen Humor einlässt, den erwartet großes Vergnügen. Dass die Sisters Of Mercy trotz konsequenter Albumverweigerung nach wie vor so über dem Top sind, spricht für die Klassiker von “Dominion/Mother Russia” über die mindestens unendlichen “Lucretia (My Reflection)” & “This Corrosion” bis zum “Detonation Boulevard” mit “Dr. Jeep”. Selbstredend alles in der jeweiligen, vollends überzogenen Extended Version.
Wer dann noch auf den schier unvermeidlichen Liebes-Tempel Bock hat, sollte sich als mediatatives Finale noch “Colours” gönnen, das ja zunächst unter dem Namen “The Sisterhood” die Welt erblickte. Doc Avalanche, übernehmen Sie! (kel)
