Wir bleiben beim Pop und der elektronischen Musik und küren schon wieder weder Punk noch Rock zum Album der Woche. Sondern nach Starwalker vor sieben Tage nun das neue Werk des wunderbaren Anthony Gonzalez, der wunderbaren M83. “Junk” heißt das gute Stück und ist das genaue Gegenteil. “Junk” ist schön, spannend, betörend, besonders und super.
Die eine Sache, den einen Sound, das Gleiche wie zuletzt, als man es mit “Hurry Up, We’re Dreaming” bis zur Grammy-Nominierung und Platin-Single (“Midnight City”) brachte? Nein. Das ist seine Sache nicht.
“Ich wollte mehr Seiten von mir auf diesem Album zeigen. Ich wollte mit etwas zurückkommen, das persönlicher ist und dennoch weniger Ich. Alle meine Alben weisen verschiedene Schichten von Eklektizismus auf, aber auf ‘Junk’ wollte ich das deutlich weiter treiben”, sagt Gonzales. Das Resultat ist ein buntes, aufregendes Pop-Album, das keine Langeweile zulässt.
“Do It, Try It” eröffnet locker-entspannt, der Fuß tippt im Takt und hey, es ist ja Sommer. “Go!” kommt dann erst mit einem 1980er-Saxophon im Intro und dann großem Pop-Refrain, der “Walkway Blues” ist musikalisch zwar durchaus düsterer, aber fern von traurig und das ultra-coole “Bibi The Dog” mischt englische mit französischen Vocals. “Moon Crystal” klingt wie die Titelmelodie einer 70er-Jahre-Show, “” braucht keine Vocals, hat dafür aber Streicher und so mitreißend fröhlich “Road Blaster” ist so beruhigend kommt “Atlantique Sud”.
Und das ist nicht alles, es passiert noch mehr. 15 Songs sind auf dem Album und sie alle (na ja, fast alles …) verdienen es gehört zu werden. Und sie alle (na ja, wieder nur fast alle …) würde man gerne mal live erleben. Einen Hamburg-Termin gibt es noch nicht, bestätigt sind M83 bisher nur für das Melt!-Festival (15. Juli). Aber was nicht ist … (mf),
