Für uns alle war der 11. September 2001 ein furchtbarer Tag. Man mag sich nicht ausmahlen, wie furchtbar er für die New Yorker gewesen sein. Einer von ihnen hat darüber nun einen Song geschrieben: Kevin Devine.
“Den Song ‘No History’ habe ich letzten Sommer geschrieben, als ich nach einem Artzbesuch den West Side Highway in Manhattan in Richtung Brooklyn gefahren bin. Es war erst 08:00 Uhr morgens und trotzdem ist an diesem Tag schon so viel passiert. Der Himmel war durchgehend blau, mein Verstand war träge, ich schaute zu meiner Linken auf den Freedom Tower und merkte, dass dieser Tag genau wie Der Tag im September 2001 war. Erinnerungen und Bilder taumelten und kämpften nach Raum in meinem Kopf, bis ich meine Gedanken schließlich sortieren konnte und der Song plötzlich eine Struktur bekam. Ich bin jetzt 36 und mein ganzes Leben, das ich seit meiner Geburt in New York verbrachte, gliedert sich irgendwie in vor und nach 9/11. Und das passt sogar, wenn man das Ganze aus der Entfernung betrachtet: ein Großteil der Hässlichkeit und Schrecklichkeit unseres täglichen Lebens hat seine Wurzeln in dem, wie die Mächtigen auf dieses Ereignis reagierten und immer noch reagieren. Dieser Song verknüpft all diese Moment, um zu dem persönlichen Erfahrungen, dem Kern der Menschlichkeit, der vergraben im Staub dieses Tages legt, zurückzukehren, und um sich an die Bedeutung und all diese Geschichten zu erinnern.”
Der Song stammt aus dem kommenden Album “Instigator”, das am 18. November via Big Scary Monsters (La Dispute, Beach Slang, Modern Baseball) erscheinen wird. Und das im kommenden Jahr auch live präsentiert wird, Kevin Devine geht mit seiner Goddamn Band auf Tour und spielt am 17. Januar im Nochtspeicher. (mf)
