Avatar BandWenn eine einzige Band ein Dutzend Stilistiken aus dem Metal- und Rock-Repertoire zusammenführt, dann wird es entweder anstrengend, oder unglaublich cool. Bei Avatar ist letzteres der Fall. Diese fünf Schweden in Pomp und Facepaint klingen mit keinem Song gleich und sprechen zu jenen Untertanen, die es lieben, über den Tellerrand zu blicken und sich überraschen zu lassen. Sie machen jedoch nicht einfach Musik, sondern zelebrieren ihr Gesamtkunstwerk mit extrem aufwändigen Videos zu vielen Songs, Sekundärliteratur zu den Album-Konzepten und eben ihrem eigenwilligen Erscheinungsbild. Das Ganze finden nicht nur sie selbst cool, sondern auch ihre mittlerweile große, internationale Fanbase und auch der Metal Hammer, der ihnen im vergangenen Jahr den Golden Gods Award als „International Breakthrough Band“ verlieh.

Mehr Lob gibt es von der Musikpresse fürs aktuelle Album “Avatar Country ” (VÖ 12. Januar 2018). Nach ohnehin schon starken Vorgängern stellt es einen echten Höhepunkt in der musikalischen Entwicklung von Avatar dar. Jeder Song ist komplett eigenständig, offenbart andere Facetten des Metal und Rock – Abwechslung muss der Arbeitstitel dieses Albums gewesen sein. “Glory To Our King” pimpt Melodic Death mit Prog auf, “The King Welcomes You to Avatar Country” fällt plötzlich mit leicht angebluestem Südstaaten-Rock aus der Reihe, “King’s Harvest” leiht sich etwas Groove beim Metalcore und überhaupt nehmen wir doch jetzt mal ein illustres Klangbeispiel zuhilfe: In Form des Liedes “A Statue For The King”, vom besagten Longplayer – halb Powermetal, halb Melodic Death Metal:

Übrigens kommt in jedem Songtitel das Wort “King” vor – wir fanden, ihr solltet das wissen. Außerdem finden wir, ihr solltet zur Show am 4. April im Gruenspan gehen und dort am besten das Ding gegen Zahlung einiger Gulden in euren Besitz übergehen lassen. Das ist keine Werbung, das ist ein wohlmeinender Rat von Metalfan zu Metalfan. Gern geschehen. Der Abend wird ebenso außergewöhnlich werden wie der Headliner selbst. Die Support Acts sind nämlich zum einen die vollkommen durchgeknallte Artisten-Rock-Show Hellzapoppin aus Florida, und zum anderen Old Kerry McKee, der so etwas wie die schwedische Version von Tom Waits ist.

Zum Weiterhören: “Hail The Apocalypse” vom gleichnamigen Album aus 2014. (df)

Share.

Leave A Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.