Allerlei Dinge dort draußen, denen sich hinterherschauen lässt. Eisenbahnen, Menschen generell, Tabellen und natürlich Flugzeuge. „707“ lautet das aktuelle Nighthawks-Album und man lässt es sich erst gar nicht nehmen, vollkommen unverblümt die Klammer „The Boeing Album“ darum zu schließen. Warum auch? Wer andererseits jetzt beim Stichwort „Nighthawks“ an melancholische Männer, leergefegte Tresen und abgetrocknete Gläser nach der wirklich allerletzten Bestellung denkt, befindet sich in Schlagdistanz. Zu Easy-Listening-Sounds, blauen Stunden, NuJazz-Trompete, vielen (Trag-)Flächen und wenigen Worten. Zu einer sich bedächtig leerenden Flughafenhalle meinetwegen auch.

Aus zwei Kapitänen (Dal Martino und Reiner Winterschladen) sowie mehreren Co-Piloten besteht das rheinische Ensemble. Und hat bereits 2011 mit seiner Live-DVD vom Elbjazz einen atmosphärischen Volltreffer gelandet. Wir erzählten damals hier davon. Um das alles, was in der Fabrik am 24. November passieren soll, noch ein bisschen einzukreisen: „707“ und die Nighthawks erzählen beileibe nicht von donnernden Motoren. Auch nichts von über den Wolken. Diese Boeing morpht sich viel eher zum Segelflieger oder Sehnsuchtspunkt in Miniatur am dunklen Himmel. Aber das macht ja nichts. Ganz im Gegenteil. (kel)

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