Erstmal: Namen. Er ging mit dEUS, Yeasayer oder Balthazar auf Tour, er hat für Warhaus produziert und in der Promo zu seinem neuen Album wird sein Sound mit dem von Air, Afrika Bambaataa und Pharrell Williams verglichen, das Reeperbahn Festival sagt sogar: Die Musik jongliert auf dem feinen Seil zwischen der technischen Finesse von Radiohead und der kargen Düsternis von Portishead.

Er ist Jasper Maekelberg, sein Projekt heißt Faces On TV, sein erstes Album “Night Funeral”. Und das ist so unglaublich gut, so maximal spannend, so berauschend schön. Morgen spielt er auf dem Reeperbahn Festival (Grüner Jäger, 23.10 Uhr), muss man hin. Geh da mal hin! Und kauf dir vorher dieses Album

Runde zehn Songs sind auf diesem Debüt und auf diesen lebt sich der Belgier fast schon hemmungslos aus, spielt sich durch Pop und Elektronika, spielt mit Hip Hop-Charme, Soul und Trip-Hop, mit World Music-Momenten, 80er Pop-Zitaten, psychedelischen Sounds und den unterschiedlichsten Leveln der Dunkelheit.

Da geht also einiges. Während ein Song wie “Dancing After All” zum Beispiel schnell zum Ohrwurm wird, eröffnet “Suspicious” noch dezent verwirrend und zieht einen “The Image Of Boy Wonder” durchaus noch gutes Stück tiefer. “Looking Glass” kommt dann mit Bläsern um die Ecke, “Slowly Fading Out” mit sperrigen Beats unter gesprochenen Vocals und “Call Me Up” als Dena-artiger Pophit mit Mr. Oizo-Beats. Und funktioniert ebenso, ist ebenso gut. So stark. Wie das meiste vom anderen. (mf)

Share.

Comments are closed.