Weiter geht’s: Allen Besuchern des Reeperbahn Festivals empfehlen wir, sich am Freitag und Samstag auch mal etwas abseits des Spielbudenplatzes zu bewegen. Dort gibt es zwar viele Möglichkeiten der Nahrungsaufnahme, aber es wird voller. Bereits am ersten Festivaltag war “Anstehen” das neue Tanzen.

Schlendert lieber ein bisschen in die bespielten Kirchen oder ins Knust und huscht am frühen Nachmittag in die Katakomben des Klubhauses. Wir haben hier was für Euch als Orientierungshilfe.

Freitag

Tom Allan & The Strangest (Bahnhof Pauli; 13:55 Uhr)
Die britisch-mexikanische Kombination aus dem Ruhrpott spielt noch unter dem Radar. Das Debüt steht in den Startlöchern und sie stehen mit ihren dann drei Single-Veröffentlichungen auf der Bühne des Bahnhof Pauli! Im Rahmen des Cloudless bringen sie euch dort die Libertines, ohne die Libertines zu sein, geschweige denn, sie zu kopieren! Lasst euch von jugendlichem, energiegeladenen Rock mitziehen, last call? Emergency Call! (rb)

Get Well Soon (St. Michaelis Kirche; 22:40 Uhr)
Eigentlich sind Get Well Soon ja überhaupt kein Geheimtipp mehr und normalerweise würde man gut dazu geraten sein, beim Reeperbahn Festival lieber etwas Neues zu entdecken, als die bekannten Sachen zu besuchen. Eine Ausnahme ist Konstantin Gropper mit seinem neuen Album „The Horror“. Denn er hat schon in der Elbphilharmonie vor ein paar Wochen mit Streichern, Bläsern und Band bewiesen, dass ein Abend mit Get Well Soon definitiv großartig ist. Im Michel werden alle Gäste vom Album dabei sein und es wird Neuinterpretationen von „Nightmare No. 1-3“ geben. Klingt spannend! (eh)

Pish (Indra; 23:00 Uhr)
Pish müssen wir wohl gar nicht mehr groß erklären, oder? Schließlich war der Sänger von Kakkmaddafakka bereits auf Solotour in der Stadt und hat seinen luftigen Sommerpop vorgestellt. Etwas weniger Party als mit seiner Band, ein Schuss Melancholie, aber am Ende doch sehr unterhaltsam – so könnte man seine Solosachen beschreiben. Aber hört und seht am besten selbst im Indra. (eh)

Sam Fender (Knust; 21:05 Uhr)
Abseits vom Getümmel wird uns der Brite singen, was ihm an der Gesellschaft nicht passt und das er auch tabuisierte Themen wie Suizid aufgreift. Vom BBC hoch gelobt, bei der Stimme und den Texten auch richtig so. Klarer lyrisch-orientierter Indie-Rock vom Feinsten. (tk)

Samstag

Tamino (St. Pauli-Kirche; 23:20 Uhr)
Der Belgier Tamino hat schon als Jugendlicher Konzerte am Piano gegeben und macht nun gefühlvollen Indie-Poprock, in den er hier und da arabische Einflüsse schummelt. Dazu diese dunkle, ruhige Stimme, hach. Wer am Samstag in die Elphi zu Bear’s Den muss, der hat am Vortag um 21:20 Uhr im Imperial Theater hoffentlich schon seine Chance genutzt…! (eh)

Darwin Deez (Gruenspan; 23:10 Uhr)
Legendäre Auftritte mit Boyband-Choreographie – dafür steht Darwin Deez mit seinem leichten, aber nicht belanglosen Pop. Die Haare sind ab, ob die Choreo noch steht, wissen wir leider nicht, aber das neuste Album verspricht keine Enttäuschungen, sondern den gewohnten, irgendwie etwas merkwürdigen, aber immer unterhaltsamen und sehr guten Indie-Pop! (eh)

Queen Zee (Molotow Backyard; 21:55 Uhr+ Prinzenbar; 0:00 Uhr)
Iggy Pop bezeichnet sie als “strange people from” Liverpool, das mögen wir, und hoffen auf ein Spektakel am Samstag. Am wildesten wird es wohl zur Nacht in der Prinzenbar. Rotweinspritzer oder Blut auf der Bühne nicht ausgeschlossen. (tk)

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