Vierzig Sekunden benötigt „Bug Powder Dust“ für seinen ersten Moment. Das klingt nach viel, hallt aber dafür ein Leben lang nach. Übertrieben? Geschwätz? Entschuldigung, aber: Nein. Und ja: Bei Kruder & Dorfmeister von einer Live-Show zu sprechen, mag Erklärungsbedarf haben. Ihre größenwahnsinnige „DJ Kicks“- Kompilation von 1996 hat dagegen keinen.

Gilt erst recht für „The K&D Sessions“ und alle aufgeweckten Seelen, die erst nach diesen beiden Meilensteinen die bereits kaum weniger sagenhafte „G-Stoned“-EP aus 1993 entdeckten. Wir sprechen von der Zeit aus Dubs und Downs, aus Trüby Trio, Roni Size, Lamb und Depeche Mode, die allesamt auf einer von zig Ebenen mit Kruder & Dorfmeister verbimmelt waren. Trips und Dips, scharf, süß, sauer, elektronisch. Ihr „Donaueschingen“ findest du auf keiner Landkarte, „Sofa Rockers“ nicht bei Möbel Höffner, den „Bomberclad Joint“ nicht vor dem Späti deines Vertrauens.  Vielleicht aber beim Kruder & Dorfmeister-3-Stunden-Set am 1. März auf Kampnagel. (kel)

Share.

Comments are closed.